Rund 6,6 Millionen Deutsche reisten laut Statista im Jahr 2024 in die Türkei. Kein Wunder: In dem Land zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer ist es fast ganzjährig warm und trocken. Von Mai bis September scheint die Sonne im Durchschnitt zwischen neun und zwölf Stunden am Tag. Zudem ist die Türkei reich an geschichtsträchtigen Bauwerken, faszinierenden Landschaften und Stränden. Doch an welchen Orten ist es besonders schön? Eine Auswahl.
Istanbul: Kultur pur in der asiatisch-europäischen Metropole
Im Nordwesten des Landes befindet sich mit über 15 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt der Türkei: Istanbul. Laut Marco Polo-Reiseführer gegründet im 7. Jahrhundert vor Christus als Byzanz, blickt die heutige Weltmetropole auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück.
Seit dem Jahr 337 bekannt als Konstantinopel, war Istanbul bis ins Mittelalter die Hauptstadt von Byzanz, dem Oströmischen Reich. Von der Eroberung durch die Osmanen im Jahr 1453 bis zur Gründung der Republik Türkei 1923 war Konstantinopel dann auch die Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Der Name Istanbul setzte sich um 1930 international durch.
Als eine der größten Städte der Welt ist Istanbul ein beliebtes Ziel für Städtereisen. Einzigartig ist die Stadt insbesondere durch ihre Lage: Sie erstreckt sich vom europäischen Kontinent über den Bosporus bis nach Asien. Aufgrund der weit zurückreichenden Geschichte und der schieren Größe der Weltstadt kommen hier insbesondere Geschichts- und Kulturfans auf ihre Kosten. Einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind laut ADAC Reise-Ratgeber:
- Hagia Sophia: Im alten Byzanz als Krönungskathedrale genutzt, verwandelten die Osmanen das Gotteshaus in eine Moschee. Von 1935 bis 2020 diente sie als Museum.
- Blaue Moschee: Die sechs Minarette der 1616 fertiggestellten Moschee sind ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt.
- Großer Basar: Ein Labyrinth aus tausenden Geschäften, in denen es zum Beispiel Gewürze, Schmuck und Textilien zu kaufen gibt.
- Topkapi-Palast: Unweit der Hagia Sophia befindet sich in der ehemaligen Residenz der Sultane heute ein Museum.
- Taksim-Platz: Von hier aus gelangt man in die Einkaufsstraße Istiklal Caddesi und das Viertel Beyoğlu, das für sein Nachtleben bekannt ist.
Kappadokien: Hoch hinauf bei Sonnenaufgang
Surreal geformte Felsformationen und vulkanische Tuffsteinhügel machen die Landschaft in Kappadokien einzigartig. Wie ein Blick auf die Landkarte zeigt, liegt die Region ziemlich genau in der Mitte der Türkei, etwa 300 Kilometer südöstlich von Ankara, und ist ein beliebter Ort für Heißluftballonfahrten.
Viele Touristinnen und Touristen wollen die einmalige Natur von oben betrachten. Wer im Hochsommer eine Ballonfahrt unternehmen möchte, sollte frühzeitig buchen, da die Preise starken saisonalen Schwankungen unterliegen können. Bei Fahrten, die auf Online-Reiseportalen angeboten werden, reicht die Preisspanne etwa von 70 Euro im Winter bis 250 Euro im Sommer.
Es lohnt sich aber auch ein Blick von unten: Das Tal ist von unterirdischen Höhlenstädten durchzogen. Eine davon ist das rund 2500 Quadratmeter große Tunnellabyrinth von Derinkuyu. Wie das Reisemagazin von urlaubsguru.de schreibt, umfasst die unterirdische Stadt zahlreiche Wohnräume, ein Kloster und sogar einen Kerker. Kappadokien wurde 1985 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt.
Antalya: Sonnen an der türkischen Riviera
Ganz im Süden der Türkei liegt die Hafenstadt Antalya – das Tor zum Mittelmeer. Die Stadt befindet sich direkt an der türkischen Riviera, wie die südliche Küste auch genannt wird, und hat mit ihrer Altstadt einiges zu bieten.
Die alten Stadtmauern grenzen die antike Stadt Attaleia von der Neustadt ab. Das einzige noch erhaltene Eingangstor in die historische Altstadt ist das Hadrianstor, berichtet das Portal Reisereporter. Es wurde im Jahr 130 nach Christus erbaut und besteht bis auf die Säulen aus Granit komplett aus Marmor.
Abgesehen von Kultur und Kulinarik lässt sich ein Aufenthalt in Antalya auch gut mit einem Strandurlaub verknüpfen. Die schönsten Strandabschnitte rund um die Hafenstadt sind laut Reisereporter:
- Lara Beach: Der Lara Beach im Nordosten des Stadtzentrums Antalyas ist mehrere Kilometer lang und ist für seinen feinen, goldgelben Sand und diverse Wassersportmöglichkeiten bekannt.
- Konyaalti Beach: Ein langer Kiesstrand, von dem man einen tollen Blick auf das Taurusgebirge genießen kann.
- Cleopatra Beach: Der Legende nach soll die ägyptische Königin Kleopatra an diesem Strand gebadet haben. Heute ist der Abschnitt besonders bei Familien beliebt.
Ölüdeniz: Baden in der Blauen Lagune
Etwa 150 Kilometer Luftlinie westlich von Antalya liegt ein weiterer Ort am Mittelmeer, der für seinen Strand bekannt ist: die Bucht von Ölüdeniz, auch „Blaue Lagune“ genannt. Die azurblaue Lagune mit ihrem weißen Sandstrand ist dem Reiseführer von Marco Polo zufolge weltberühmt. Weil das Wasser kaum in Bewegung ist, ist es etwas trüb – aber sauber. Kinder sollten hier nicht unbeaufsichtigt schwimmen, da der Grund sehr schlammig und sumpfig sein kann, empfiehlt der Reiseführer.
Pamukkale: Ein Naturschauspiel aus türkisblauem Wasser und weißen Kalkterrassen
Im Westen der Türkei, etwa auf halber Strecke zwischen Antalya und Izmir, befinden sich die Kalksteinterrassen von Pamukkale: strahlend weiße Becken, die mit türkisblauem, mineralhaltigem Wasser gefüllt sind. Von der Unesco wurden sie sogar zum Weltkulturerbe ernannt, schreibt holidaycheck.de.
Entstanden sind die Terrassen durch das warme Thermalwasser, das über Jahrtausende hinweg aus den unterirdischen Quellen verdunstete und Kalkablagerungen hinterließ. Diese erinnern optisch an Watte – und gaben dem Naturwunder seinen Namen: Pamukkale heißt wörtlich übersetzt „Watteburg“.
Um die natürlichen Kalkterrassen zu schützen, untersagten die türkischen Behörden vor gut 20 Jahren das Baden. Heute dürfen Besucherinnen und Besucher die Kalkformationen zudem nur barfuß betreten. Das warme, mineralhaltige Thermalwasser lässt sich dafür im nahegelegenen Kleopatra-Bad genießen.
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