Über die Grenze hinaus. Diese Worte beschreiben die Wanderung auf die Reuterwanne in den Allgäuer Alpen. Aber nicht wegen der hohen körperlichen Anstrengung. Der Aufstieg von rund 400 Höhenmetern ist in gut eineinhalb Stunden bewältigt. Nein, vielmehr spielt dabei die deutsch-österreichische Grenze eine Rolle. Zumindest bei dieser Variante der Tour muss diese überquert werden, sodass das Allgäu auf Tirol trifft. Denn so weitläufig der Blick vom Gipfel ist, so reich sind auch die Möglichkeiten, mit denen sich die Wanderung variieren lässt.
Eine leichte Tour im Allgäu: Die Tour auf die Reuterwanne
Aber zurück in die „Ebene“ – obwohl dieses Wort hier eigentlich fehl am Platz ist. Denn der Wanderparkplatz im Jungholzer Ortsteil Langenschwand (Österreich) liegt bereits auf etwa 1130 Metern. Von dort aus führt die Route auf einer Forststraße aus dem Ort hinaus und in den Wald hinein. Der Weg ist zunächst breit und nicht allzu steil, sodass sich die Beine langsam an die Höhenmeter gewöhnen können.
Nach etwa einer halben Stunde bietet sich eine erste Rastmöglichkeit: die Alpe Stubental. Dort gibt es zu den Öffnungszeiten neben Brotzeitklassikern auch warme Küche mit Kaiserschmarrn oder Flädlesuppe. An der Alpe zweigt ein Wanderweg zur Reuterwanne ab. Der Pfad wird nun schmaler und teils etwas steiler, doch zwischenzeitlich legt sich der Weg flacher und länger, als ob er die Höhe nur vorsichtig vermitteln wolle.
Auf 1541 Metern Höhe wartet ein wunderschöner Ausblick
Anschließend führt der Weg zum Anstieg auf den Gipfel. Vor dem letzten Aufstieg über den grasigen Buckel lässt sich an der Oberen Alpe Reuterwanne noch einmal der traumhafte Ausblick genießen. Zu schön ist die Sicht, um einfach weiterzugehen. Das letzte Stück kann bei feuchtem Wetter matschig sein, doch spätestens oben bei dem Gipfelkreuz ist der Dreck vergessen.
Toller Ausblick von der Reuterwanne auf die Allgäuer Alpen
Denn hier auf 1541 Metern Höhe wartet nach nur etwa eineinhalb Stunden ein wunderschöner Ausblick über Oberallgäuer und Ostallgäuer Berge, über die Tannheimer Gipfel und auf den Grüntensee, der blau schimmernd im Tal liegt. Unter anderem genießen auch Pferde und Kühe diese Kulisse. Wer Glück hat, findet ein Plätzchen auf der kleinen Bank und kann hier eine Gipfelbrotzeit genießen.
Der Rückweg führt entweder über denselben Pfad zurück oder variiert auf der anderen Seite: vorbei am Aussichtspunkt auf der Blöße und dem Beschneiungsteich nach Jungholz zum Startpunkt.
Kurz informiert
- Anfahrt: Mit der B310 Richtung Wertach bis zur Ausfahrt Jungholz. Der Straße folgen bis zum Wanderparkplatz in Langenschwand. Dieser kostet zwei Euro auf Spendenbasis.
- Einkehr: In der Alpe Stubental mit Sonnenterrasse. Dort gibt es zu den Öffnungszeiten neben Brotzeitklassikern auch warme Küche.
- Die Wanderung: Auf die Reuterwanne gelangt man von verschiedenen Parkplätzen in Jungholz, aber auch von Wertach. Die Wanderung ist mit entsprechender Vorbereitung und Grundkondition auch für Anfänger geeignet.
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