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Bobingen: Nach Randale in Stuttgart: Bobinger demonstrieren für die Polizei

Bobingen

Nach Randale in Stuttgart: Bobinger demonstrieren für die Polizei

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    Bettlaken werden zu Plakaten: Insgesamt waren fast 50 Personen bei der Demo dabei. Die Initiatorin Regina Britsch hatte mit weit weniger Teilnehmern gerechnet.
    Bettlaken werden zu Plakaten: Insgesamt waren fast 50 Personen bei der Demo dabei. Die Initiatorin Regina Britsch hatte mit weit weniger Teilnehmern gerechnet. Foto: Elmar Knöchel

    Randale und Zustände wie bei einem Bürgerkrieg in Stuttgart. Ein satirischer Zeitungstext, der Polizisten mit Abfall gleichsetzt. Zuletzt Schüsse bei einem Polizeieinsatz in Augsburg, der Polizisten sofort in den Verdacht bringt, sie hätten überreagiert. Dem konnte und wollte Regina Britsch aus Bobingen nicht tatenlos zusehen. „Ich musste einfach etwas tun. Und zwar schnell, bevor alles wieder in Vergessenheit gerät.“ Deshalb organisierte sie eine ungewöhnliche Demonstration, die am Freitag stattfand: Sie wollte ein Zeichen für die Arbeit der Polizei setzen.

    „Polizisten halten den Kopf für uns hin“, sagt Regina Britsch. Mehr als 50 Bobinger hatten spontan an der Demonstration in der Stadtmitte teilgenommen. Sie hatten Bettlaken zu Plakaten gemacht und im Zentrum Bobingens Bodenmarkierungen und Abstandslinien angebracht. Schließlich sollte bei einer Dankesaktion für die Polizei alles nach den gültigen Regeln ablaufen.

    Nach Randale in Stuttgart: Bobinger demonstrieren für die Polizei

    Der Bobinger Polizeichef Artur Dachs ließ es sich nicht nehmen, sich für das ungewöhnliche Demonstrationsanliegen persönlich zu bedanken. Er las aufmerksam die hochgehaltenen Plakate und war gerührt von der Solidarität der Bobinger.

    Die Demonstranten einte das Bedürfnis zu zeigen, dass man sehr wohl zu würdigen wisse, was die Beamten in Uniform tagtäglich für die Gemeinschaft leisten. „Wir wollen zeigen, dass die Mehrheit nicht immer schweigt“, erklärte eine Teilnehmerin, die ein Plakat hochhielt. Eine andere sagte: „Nicht immer nur auf der Polizei herumhacken, sondern einfach mal Danke sagen. Darum bin ich hier.“

    Nach den Ausschreitungen in Stuttgart zeigen sich Bobinger mit Polizisten solidarisch.
    Nach den Ausschreitungen in Stuttgart zeigen sich Bobinger mit Polizisten solidarisch. Foto: Elmar Knöchel

    Bürgermeister Klaus Förster war ebenfalls stolz auf die Bobinger. „Wir hatten nur mit 10 bis 15 Teilnehmern gerechnet. Dass eine derart große Zustimmung für unsere Polizei da ist, ist einfach klasse. Es ist großartig, so eine Aktion für unsere Polizisten zu machen. Denn sie verdienen es.“

    Armin Bergmann, Zweiter Bürgermeister in Bobingen, zeigte ebenfalls seine Solidarität. „Ich bin quasi privat hier. Denn so eine Aktion muss man unterstützen und daher wollte ich dabei sein.“ Auch aus der Nachbarschaft war Unterstützung angereist. Maximilian Wellner, Zweiter Bürgermeister von Königsbrunn und ehemaliger Dienststellenleiter der Bobinger Polizeidienststelle, zeigte sich angetan. „Es ist schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die die Arbeit der Polizei zu würdigen wissen.“

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