Zusätzlich zur Filiale in der Königsbrunner Straße will der Discounter Tedi bald ein Geschäft in der Innenstadt eröffnen.Foto: Elmar Knöchel
Am 30. April wird in der Bobinger Rathausstraße im ehemaligen Impfzentrum wieder ein Einzelhandelsgeschäft eröffnen. Die Billig-Markt-Kette „Tedi“ wird eine zweite Filiale in Bobingen eröffnen. Auf rund 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen laut Pressestelle des Unternehmens etwa 16.000 Artikel angeboten werden. Damit endet ein jahrelanger Leerstand im Herzen Bobingens. Unterbrochen war der Leerstand nur durch die zwischenzeitliche Nutzung der Räume als Impfzentrum in der Corona-Zeit. Danach lagen die großzügigen Flächen im Herzen Bobingens wieder brach.
Zwischenzeitlich stellte der Eigentümer sogar den Antrag, die Räume zu Wohnungen umnutzen zu dürfen. Das stieß aber im Bobinger Stadtrat auf wenig Zustimmung. Es sollte noch einmal mit dem Eigentümer verhandelt werden, um doch noch eine gewerbliche Nutzung möglich zu machen. Diese Verhandlungen haben jetzt offensichtlich Früchte getragen. Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens Tedi soll es in Bobingen in Zukunft zwei Filialen geben. Ob das Geschäft in der Königsbrunner Straße dauerhaft geöffnet bleiben wird, bleibt dabei wohl abzuwarten.
Das ehemalige Impfzentrum im Herzen Bobingens soll zum Discounter werden.Foto: Elmar Knöchel
Aus dem ehemaligen Impfzentrum wird ein Discounter
Der Einzug des Discounters in der Bobinger Innenstadt ist nicht die einzige Veränderung in der Bobinger Einzelhandelslandschaft. Im Süden der Stadt, am Rande des Aldi-Parkplatzes, ist ein neuer DM-Drogeriemarkt geplant. Der soll sich den Parkplatz in Zukunft mit der Aldi-Filiale teilen. Um den Drogeriemarkt möglich zu machen, musste zuerst der Bebauungsplan geändert werden. Nachdem das kürzlich geschehen ist, kann jetzt die Planung für den Markt beginnen. Ein Zeitplan, wann die Eröffnung erfolgen soll, ist bis jetzt nicht bekannt.
Ein gelungenes Beispiel für die Schaffung von Einzelhandelsangeboten ist in der nördlichen Königsbrunner Straße zu sehen. Am kleinen Kreisverkehr nahe der Bahnunterführung wurden mehrere Gebäude gebaut. Dort befinden sich jetzt eine moderne Lidl-Filiale, die Fast-Food-Kette Burger King sowie der vergrößerte Drogeriemarkt Müller, dazu noch weitere Firmen. Allerdings gibt es auch negative Auswirkungen. Die Verkehrssituation am kleinen Kreisverkehr hat sich merklich verschlechtert. Gleichzeitig stehen auf der südlichen Seite der Königsbrunner Straße mehrere ehemalige Einzelhandelsflächen leer. Der frühere Netto-Markt wurde verkauft und soll in Zukunft wohl als Lagerraum dienen.
Viel leere Fläche und am Ende eine „Kik“-Filiale und ein Dönerladen. Das Gewerbegebiet nördlich der Königsbrunner Straße wirkt verlassen.Foto: Elmar Knöchel
Leerstand lässt die nördliche Königsbrunner Straße trostlos wirken
Die Stadt Bobingen hatte es versäumt, beim Verkauf des Geländes ein Angebot zu unterbreiten. Daneben steht auch das Gebäude, aus dem der Lidl-Markt ausgezogen ist, bereits längere Zeit leer. Am äußersten Rand des Geländes halten lediglich die dortige „Kik“-Filiale und ein Dönerstand ihr Fähnlein hoch. Eigentlich sollten die Gebäude abgerissen werden, und ein Neubau für einen Supermarkt inklusive Getränkemarkt und Bäckerei erfolgen. Ein Antrag auf Baugenehmigung wurde allerdings wegen verschiedener Unzulänglichkeiten mehrmals im Bauausschuss beraten und abgelehnt. Wie es aktuell dort weitergehen wird, ist unklar.
Bei verschiedenen Befragungen bemängelten Bobinger immer wieder das Fehlen eines Schuhgeschäfts und eines Bekleidungsmarkts mit Angeboten auch für ältere Menschen. Zusätzlich wurde angemerkt, dass es in Bobingen keine Angebote im Bereich der Abendgastronomie gebe und auch das Fehlen von Biergärten wird immer wieder bedauert.
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