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Bobingen: Wohnanlage am Brunnenplatz in Bobingen wird deutlich teurer

Bobingen

Wohnanlage am Brunnenplatz in Bobingen wird deutlich teurer

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    So sollen die Gebäude um den neuen Brunnenplatz in Bobingen einmal aussehen. 6,2 Millionen Euro hatte die Stadt für den Bau veranschlagt. Wegen allgemeiner Preissteigerung im Baugewerbe wird das Projekt aber nun deutlich teurer.
    So sollen die Gebäude um den neuen Brunnenplatz in Bobingen einmal aussehen. 6,2 Millionen Euro hatte die Stadt für den Bau veranschlagt. Wegen allgemeiner Preissteigerung im Baugewerbe wird das Projekt aber nun deutlich teurer. Foto: Andrianowytsch Architekten

    Der Brunnenplatz in der Bobinger Siedlung zwischen Kirche und Grundschule wurde bereits von Bäumen und Sträuchern befreit. Die Stadt will dort zwei Gebäude mit 13 Wohnungen errichten. Mittlerweile liegen die ersten Ausschreibungsergebnisse vor. Dabei zeigt sich: Das Projekt wird deutlich teurer als gedacht. Rund 20 Prozent, also 1,2 Millionen Euro mehr, wird die Stadt auf den Tisch legen müssen. Der Gesamtpreis wird aktuell mit 6,2 Millionen Euro angegeben.

    Wie Achim Hiller vom Bauamt in der Stadtratssitzung mitteilte, sind die ersten Ausschreibungen erfolgt und die Angebote eindeutig. Die allgemeine Preissteigerung im Baugewerbe treffe auch die Stadt. Die Corona-Pandemie und die durch den Ukraine-Krieg komplizierter gewordene weltpolitische Lage schlagen voll durch. Aufgrund von Lieferengpässen und höheren Materialkosten ergebe sich ein rasanter Preisanstieg. Allerdings, so waren sich die Mitglieder des Bobinger Stadtrats einig, sei das Projekt zu weit fortgeschritten, um es zu stoppen. Einstimmig beschlossen sie, es fortzusetzen.

    Mieten sollen trotz Preissteigerung bei rund acht Euro pro Quadratmeter bleiben

    Zuvor hatte Stadtkämmerer Stefan Thiele erklärt, dass durch die Kostensteigerung auch Veränderungen bei der Finanzierung vorzunehmen seien. Demnach soll ein Großteil der Mehrkosten nicht durch ein neues Darlehen, sondern aus der Rücklage der Stadt finanziert werden. Durch das derzeitige Zinsgefüge sei dies auf lange Sicht die günstigere Variante, so Thiele.

    Bei dem Projekt soll barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum entstehen. In zwei Gebäuden werden 13 Wohnungen gebaut. Der Stadtrat war sich einig, dass trotz steigender Baukosten die Mieten bei rund acht Euro pro Quadratmeter liegen sollen. Auch bei der geplanten Arztpraxis, die für die Infrastruktur in der Bobinger Siedlung besonders wichtig ist, sei es kaum möglich, die Mieten allzu weit anzuheben. Denn auch eine solche müsse vermietbar bleiben. Eine Praxiseröffnung solle durch hohe Pachtforderungen nicht erschwert oder gar unmöglich gemacht werden.

    Zudem seien die Mehrkosten durch eine reine Mietpreiserhöhung nicht abzubilden, auch nicht über eine 30-jährige Kreditlaufzeit, erklärte Stadtkämmerer Thiele. Die Mietpreise sollen deshalb im angedachten Rahmen bleiben. Baustart für das Projekt soll noch im Frühjahr dieses Jahres sein.

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