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Posaunenchor Langerringen vereint Tradition und Wandel seit 100 Jahren bei Jubiläumsfeier

Langerringen

Vor 100 Jahren wurde der Posaunenchor Langerringen gegründet

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    Eines der ältesten Bilder zeigt Mitglieder des Posaunenchors um 1930.
    Eines der ältesten Bilder zeigt Mitglieder des Posaunenchors um 1930. Foto: Archiv Posaunenchor

    Am 17. Mai feiert der evangelische Posaunenchor Langerringen seinen 100. Geburtstag. Er ist damit der älteste seiner Art im Dekanat Augsburg und ist aus der Gemeinde der Johanneskirche entstanden, die im Jahr 1835 geweiht wurde. Gegründet wurde der Bläserchor im Dezember 1926 vom damaligen Pfarrer Ludwig Lammel. 1927 wurde der Posaunenchor kurzfristig aufgelöst. Grund war laut Chronik „unregelmäßiger Besuch der Übungen und geringer Fleiß mancher Bläser mit Vortäuschen von Ermüdung bei der Probe.“ Mit acht Bläsern fand dann der erste öffentliche Auftritt an Ostern 1931 statt.

    Sogar Theater wurde gespielt

    Die legendären Namen der Gründungsmitglieder sind Jakob Ernst, Fritz Gerstenmeier, Hans Gmehlin, Konrad Gmehlin, Hans König, Karl Link, Heinrich Mayer, Christian Nies und Karl Schnepf. Am 1. Oktober verließ Pfarrer Lammel die Gemeinde und damit verlor der Chor seinen Gründer, Vorstand und Dirigenten. Aber die Bläser gaben nicht auf und probten bereits drei Tage später mit dem neuen Leiter, Lehrer Hans Zimmermann. Im Mai 1932 nahm der Chor erstmals an einem Posaunentag in Ansbach teil und feierte 1935 mit der Gemeinde das 100-jährige Jubiläum der Langerringer Kirche. Danach übernahm das Gründungsmitglied Heinrich Mayer die vakante Stelle des Dirigenten. Der Posaunenchor war sehr aktiv und spielte damals sogar Theater.

    Pause während des Zweiten Weltkriegs

    Weil im Zweiten Weltkrieg immer mehr Bläser eingezogen wurden, musste eine Zwangspause eingelegt werden. Karl Link und Christian Nies sind im Krieg gefallen, doch die anderen kehrten in die Heimat zurück und traten schon an Weihnachten 1945 wieder in der Kirche auf. Es folgten Gastspiele in den umliegenden Gemeinden von Schwabmünchen bis Bad Wörishofen. 1956 verließ Dirigent Heinrich Mayer seine Heimatgemeinde und übernahm den Patenchor des Langerringer Posaunenchores in seiner Wahlgemeinde Königsbrunn. Karl Schnepf übernahm den Dirigentenstab bis zu seinem Weggang 1960. Auf ihn folgte Fritz Botzenhardt, der den Chor bis zu seinem plötzlichen Unfalltod im Jahr 1984 auch als Trompeter mit viel Sachkenntnis und Einsatzfreude voranbrachte. Die notwendige Neuorientierung gelang unter dem neuen Leiter Andreas Hotz mit einer Mischung aus erfahrenen Bläsern und jungen Nachwuchsmusikern.

    Nach 35 Jahren übergab er den Dirigentenstab im September 2017 an Wolfgang Forster. Er formte den Chor mit seiner beständigen, intensiven Probenarbeit zu einem musikalisch hochwertigen Klangkörper, brachte Jazz- und Swing Elemente mit ins Repertoire und definiert die Kirchenmusik fröhlicher und schwungvoller. Das jährliche Herbstkonzert in der Langerringer Kirche ist zum vielbeachteten Musikgenuss geworden. Heute hat der Posaunenchor mit seinen zwölf Musikern etwa 30 Auftritte pro Jahr bei Gottesdiensten, Kirchenfesten, ökumenischen Berggottesdiensten, dem Langerringer Markttreiben, dem Musiksommer, Weihnachtsmärkten und vielen anderen Anlässen.

    Festgottesdienst nicht in der Kirche

    Das 100-jährige Jubiläum wird am Sonntag, 17. Mai, um 10 Uhr, mit einem Festgottesdienst im Gemeindezentrum Langerringen gefeiert. Die Johanneskirche wäre für die vielen Gäste zu klein. Etwa 25 zusätzliche Bläser des Bezirkschores des Dekanats Augsburg und des Patenchores aus Königsbrunn werden für eine imposante Klangfülle sorgen. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt der Posaunenchor noch zu einem Standkonzert ein. Im Foyer des Gemeindezentrums kann man bei einer Ausstellung die vergangenen 100 Jahre Revue passieren lassen und bei einem Buffet ins Gespräch kommen.

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