Ein langgehegter Wunsch der Schwabmünchner wird wahr: Die Mindelheimer Straße erhält zwei Querungshilfen in Form von Verkehrsinseln. Eine im westlichen Bereich an der Kreuzung zur Bad- und Riedstraße und eine östlich vor dem Oescheyberg im Bereich der Kreuzung Mühlstraße und Am Gerberbächle.
Bislang gibt es auf einer Länge von 970 Metern, also von der Ampel am Krankenhaus bis zur Ampel am Oescheyberg keine Querungshilfe, obwohl etwa 6000 bis 7000 Autos täglich auf der Mindelheimer Straße fahren. Hinzu kommen noch zirka 200 Schwerverkehrsfahrzeuge, also Busse und Lastwagen. Für Kinder auf dem Weg zur Schule oder Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist es häufig eine Herausforderung, die Straße zu überqueren.
Fußgänger bekommen in der Mindelheimer Straße zwei Querungshilfen
Die Situation ist allerdings längst bekannt und wurde bereits im Schulwegplan aus dem Jahr 2011 beanstandet. Auch das Stadtentwicklungskonzept namens Insek von 2021 sieht eine Querung auf Höhe der Riedstraße vor, ebenso die Verkehrsanalyse aus 2022, erklärte Stadtbaumeister Stefan Michelfeit in der aktuellen Sitzung des Stadtrates. Schwabmünchner Bürgerinnen und Bürger forderten in der Bürgerversammlung ebenfalls eine Erleichterung für Fußgänger und nun ging ein Antrag bei der Stadt mit diesem Anliegen ein.
Stadträtin Margit Stapf (Grüne) hatte im Vorfeld zudem darauf hingewiesen, dass nicht nur im Bereich der Riedstraße Handlungsbedarf bestehe, sondern auch im Bereich der Mühlstraße, da dort in der Nähe kürzlich das Haus Tobit der Caritas entstanden ist und Menschen mit Behinderungen einen sicheren Weg in die Innenstadt benötigen. Die Mitglieder des Stadtrates bewilligten einstimmig beide Verkehrsinseln.
Die Bauarbeiten sollen während der Sommerferien stattfinden. Die Bushaltestelle „Mindelheimer Straße“ wird in diesem Zug um ein Stück verschoben und barrierefrei ausgebaut. Durch die Querungshilfe wegfallende Parkplätze vor dem Friseurladen werden durch neue Parkplätze in den jetzigen Busbuchten ersetzt, so Michelfeit.
An diesen Stellen könnten Parkplätze in Schwabmünchen entstehen
Für das Kurzzeitparken könnte die Ostseite Am Gerberbächle beschildert werden. Zudem könnten an der Bleichergasse anstelle der Längsparker Schrägparker entstehen, um Parkmöglichkeiten zu schaffen. „Somit könnte ohne Parkplatzverlust die Situation für Fußgänger, Busfahrgäste und Menschen mit Behinderung in diesem Bereich wesentlich verbessert werden“, so der Stadtbaumeister.
Stadtrat Helmut Kugelmann (CSU) bat darum, während der Bauarbeiten auf den landwirtschaftlichen Verkehr Rücksicht zu nehmen, da es aktuell mehrere Straßensperren in der Stadt gebe. „Wir sind uns dessen bewusst und haben den Verkehr im Blick“, versprach Bürgermeister Benjamin Schorer.
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