Vor dem letzten Heimspiel verabschiedete sich der TSV Bobingen von seinem Trainer Dmitrij Peil. Marcello Di Santo und Michael Deschler überreichten ihm einen Blumenstrauß. Peil war zwei Jahre in den Spielzeiten 2024/25 und 25/26 Cheftrainer der ersten Bobinger Mannschaft. In seiner ersten Saison erreichte der 45-jährige Trainer mit dem Team nach dessen Abstieg aus der Landesliga den dritten Platz in der Bezirksliga. In der laufenden Saison steht er vor dem entscheidenden Spiel um den Wiederaufstieg in die Landesliga. In beiden Spielzeiten hat der TSV Bobingen unter Dmitrij Peil den Toto-Pokal im Kreis Augsburg gewonnen. Vor seiner Zeit in Bobingen war Peil viele Jahre Trainer im Jugendbereich des TSV Schwaben Augsburg und auch eine Saison bei deren zweiter Mannschaft in der Kreisliga.
Die Singoldstädter können nach dem vergangenen Wochenende nun in der kommenden Woche nach den Landesliga-Sternen greifen. Da der bisherige Spitzenreiter Kaufering nicht über ein Unentschieden hinauskam, genügt den Bobingern nun ein Sieg im abschließenden Saisonspiel beim TV Erkheim, um den Aufstieg klarzumachen. Für Dmitrij Peil wäre dies natürlich der perfekte Abschied. Aber Bobingen muss aufpassen, denn reicht es nur zu einem Punkt oder wird gar verloren, können die Aufstiegsträume wie eine Seifenblase zerplatzen.
Lagerlechfeld zeigt sich sportsmännisch
Abgestiegen und unzählige Ausfälle. Da gab und gibt es Mannschaften, bei denen die Ergebnisse mit Blick auf die vorgenannten Fakten Bände sprechen. Anders die SpVgg Lagerlechfeld. Auch am Wochenende zeigten die Lechfeldhasen, dass sie trotz prekärer Lage keine Beutetiere sind. Mit einer Rumpftruppe wehrten sie sich tapfer gegen das Topteam aus Mering und sorgten so durchaus für Irritation, aber auch Bewunderung bei den Gästen.
Neben dem TSV Bobingen darf auch der FC Königsbrunn mit Hoffnung in den letzten Spieltag gehen. Auch für die Brunnenstädter gilt: Nur ein Sieg zählt. Patzen zeitgleich Babenhausen und/oder der FC Bad Wörishofen, steht einer Rettung in letzter Sekunde nichts im Weg. Für Königsbrunn geht es gegen die bereits abgestiegenen Lagerlechfelder. Eine spannende Sache steht da bevor. Für die SpVgg Langerringen ist klar, dass es in die Saisonverlängerung geht, egal, wie am Samstag gespielt wird.
Schwabmünchen weiter auf Rekordjagd
Ähnlich wie die Lagerlechfelder in der Bezirksliga könnte es der TSV Schwabmünchen in der Landesliga ruhiger angehen lassen. Der Aufstieg ist perfekt, die Ausfallliste lang. Doch auch bei den Schwarz-Weißen bleibt der Ehrgeiz weiter groß. Mit dem Sieg am Wochenende gegen Dachau stellte der TSV sicher, dass die Spielzeit ohne Heimniederlage beendet wird. Zudem wurde einer der beiden Bestwerte des TSV Landsberg für die Landesliga Südwest geknackt. Schwabmünchen kommt auf 93 erzielte Treffer, so oft hat noch kein anderes Team seit der Einführung der Liga in einer Saison getroffen. Ein letzter Rekord ist noch in greifbarer Nähe: Die meisten Punkte der Liga. Den halten auch die Landsberger mit 82 Punkten, Schwabmünchen hat aktuell 81.
In Torlaune zeigte sich auch Tobias Böhm. Der ist eigentlich Torhüter in der Lagerlechfelder Bezirksligamannschaft. Da aber in der dritten Mannschaft die Personaldecke dünn war, half Böhm am Wochenende dort aus. Nicht im Tor, sondern im Angriff. Mit Erfolg, denn beim 3:2-Sieg der Lechfelder gegen Reinhartshausen erzielte der Torhüter alle drei Tore. Da hat wohl einer seinen Positionskollegen gut ausgespäht. (mit rony)
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren