Bei der Bobinger Bürgerversammlung stand ein erwartbares Thema gleich zu Beginn der Bürgerfragen zur Debatte:
Windkraft. Insgesamt rund 100 Fragen hatten Bobinger bei der Verwaltung schriftlich erreicht. Letztlich sind es immer wieder die gleichen Befürchtungen, die vorgebracht wurden. Zusätzlich zu Fragen nach dem aktuellen Verfahrensstand ging es um Schallschutz, vorgesehene Ausgleichsflächen und die geplanten Zufahrtswege.
Thematisiert wird auch immer wieder ein Rückbau und die Entsorgung der Windräder am Ende der Laufzeit. Dazu kam von der Stadt Bobingen der Hinweis, dass auf diese Fragen, soweit möglich, bei der speziellen Informationsveranstaltung zur Windkraft eingegangen werden solle. Das eigentliche Genehmigungsverfahren liege jetzt aber bei den zuständigen Fachabteilungen im Landratsamt. Der erste Fragesteller am Mikrofon in der Bobinger Singoldhalle war der Burgwaldener Lorenz Schreiber. Er wollte wissen, ob es bei der Informationsveranstaltung möglich sein werde, im Gegensatz zu der Veranstaltung im Vorjahr, auch öffentlich Fragen zu stellen. Der bejahte Bürgermeister Klaus Förster. Der Abend werde von einer externen Moderatorin geleitet. So soll klargestellt werden, dass jeder ausreichend zu Wort kommt.
Nur der Umfang des Windparks werde kritisiert
Weitere Anmerkungen zu den Windrädern richteten sich von anderen Rednern gegen die Stadt Bobingen und auch gegen die Lokalpresse. Moniert wurde, dass seitens Stadt und auch von der Presse immer wieder von „Windkraftgegnern“ gesprochen werde. Das sei so nicht korrekt. Denn die Ablehnung der Burgwaldener Bürgerinnen und Bürger richte sich nicht gegen die Windkraft im Allgemeinen, sondern nur gegen den Umfang des geplanten Windparks. Ein weiterer Redner sprach dann davon, dass Windräder Menschen krank machen würden.
Danach wurde die Beschaffung von angeblich zu teuren Balkon-Photovoltaikanlagen durch das Bobinger Energieteam bemängelt. Eine Antwort darauf gab es von der Verwaltung nicht. Wie Bürgermeister Klaus Förster erklärte, befinde sich der entsprechende Vorgang noch in Prüfung und sei derzeit für die Öffentlichkeit noch nicht einsehbar.
Ärger mit Vandalismus
Weitere Fragen wurden zu öffentlichen Toiletten und Wertstoffcontainern gestellt. Die öffentlichen Toiletten seien schlecht gekennzeichnet und oft kein Aushängeschild für die Stadt. Dazu sagte Bürgermeister Förster, dass man in Bobingen, vor allem mit den Toiletten am Rathaus, ein großes Vandalismusproblem habe. Die Sanitäranlagen würden immer wieder verwüstet. Auch bei den Wertstoffsammelstellen gebe es ein Problem mit wilden Müllablagerungen. Das sehe nicht nur unschön aus, sondern führe auch durch die starke Arbeitsbelastung der Bauhofmitarbeitenden zu erheblichen Kosten. Zum Ende der Versammlung beschwerte sich noch ein Bürger aus Reinhartshausen darüber, dass der Bau von zwei Bushaltehäuschen zu lange auf sich warten ließe und dass in Reinhartshausen mehr Hundetoiletten gebraucht würden.
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