Nächster Umfrage-Erfolg für die AfD in Bayern: Wäre am Sonntag Landtagswahl im Freistaat, käme die AfD auf 22 Prozent. Die Partei kann damit das historisch beste Umfrage-Ergebnis in der Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey einfahren, mit dem unsere Redaktion kontinuierlich das Stimmungsbild in Bayern untersucht. Im Vergleich zum Mai verbessert sich die AfD um drei Prozentpunkte und überspringt erstmals die 20-Prozent-Marke. Besonders deutlich wird der Höhenflug der Alternative, wenn man auf die Werte aus dem März schaut: Da stand sie in Bayern noch bei 14 Prozent. Beim Zugewinn von acht Prozentpunkten innerhalb von drei Monaten profitierte die AfD auch von den Verlusten der anderen Parteien.
Damit stehen die Umfragewerte in Bayern im Kontrast zum bundesweiten Trend. Dort konnte die Union zuletzt den Vorsprung auf die AfD ausbauen – und das, nachdem Anfang April beide Parteien in Umfragen noch nahezu gleichauf gelegen hatten. In Bayern schmilzt der Vorsprung der CSU auf die AfD hingegen weiter, beträgt aber noch immer komfortable 17 Prozentpunkte. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder bekäme 39 Prozent der Stimmen und könnte somit das Ergebnis aus dem Vormonat bestätigen. Ebenfalls unverändert bleiben die Grünen. Zwölf Prozent der Bayerinnen und Bayern würden ihr Kreuz bei der Öko-Partei machen. Die Freien Wähler würden erneut unterhalb der Zehn-Prozent-Marke bleiben und bei neun Prozent stagnieren. Für die SPD ginge es einen Prozentpunkt runter: sieben Prozent der Stimmen könnten die Sozialdemokraten einfahren. BSW (drei Prozent), FDP (zwei Prozent) und Linke (ein Prozent) würden den Einzug in den Landtag weiterhin deutlich verpassen.
Die Menschen in Bayern sind wieder etwas zufriedener mit Markus Söder
Ministerpräsident Söder kann in einer anderen Civey-Umfrage nach seinen Beliebtheitswerten weiter Boden gutmachen. Musste er noch im April die schwächsten Umfrageergebnisse seiner bisherigen Amtszeit verkraften, läuft es seitdem besser für ihn. Zwar stellen ihm immer noch 46 Prozent der Bayerinnen und Bayern ein schlechtes Zeugnis aus. Der Anteil der Zufriedenen ist aber deutlich gestiegen: 42 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit Söders zufrieden. Zum Vergleich: Im Mai lag der Wert noch bei 36 Prozent. Der Rest ist unentschlossen.
Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?" wurden im Zeitraum vom 30. Mai 2025 bis 13. Juni 2025 die Antworten von 5001 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Für die Frage "Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder?" wurden im Zeitraum vom 16. Mai 2025 bis 13. Juni 2025 die Antworten von 4780 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei jeweils 2,5 Prozent.
Das ist unser Bayern-Monitor
Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.
Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.
Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:
- Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Söder?
- Welches dieser Themen ist Ihnen gegenwärtig besonders wichtig?
- Wie sicher fühlen Sie sich in Bayern?
Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.
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