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Olympia-Bilanz: Daran hapert es bei den deutschen Skispringern

Olympia 2026

Eine mäßige Bilanz der Skispringer

Marco Scheinhof
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    Stefan Horngacher konnte mit den Leistungen in der Summe nicht zufrieden sein.
    Stefan Horngacher konnte mit den Leistungen in der Summe nicht zufrieden sein. Foto: Daniel Karmann, dpa

    Vorbei sind die Zeiten der großen Erfolge. Deutsche Skispringer waren häufig mit der Aussicht auf viele Medaillen zu Olympischen Spielen gereist. Und meist waren sie auch mit einigen im Gepäck wieder nach Hause gekommen. In diesem Winter aber bei den Springen im norditalienischen Predazzo blieb ein Ausreißer nach oben, der Rest war geprägt von Enttäuschungen.

    Philipp Raimunds Goldmedaille von der Normalschanze hätte ein Booster sein können, hätte Aufwind für die folgenden Wettbewerbe bieten können. Die deutschen Springerinnen und Springer aber nutzten die Vorlage nicht. Sie reihten mittelmäßige an mittelmäßige Leistung, auch Raimund selbst kam nicht mehr in die Form seiner Goldsprünge.

    Teilweise wegen eigener Nachlässigkeiten wie auf der Großschanze, als sich Raimund bei der Wahl seines Skis zunächst vergriff, ehe auch der spätere Wechsel zu einem für die nassen Bedingungen geeigneteren Ski keinen wirklichen Fortschritt brachte. Felix Hoffmann, bis Olympia der zweitbeste deutsche Springer, kam in Norditalien nicht wirklich zurecht. Olympische Spiele können eine Last sein. Im Superteam am Montag war er nicht mal mehr nominiert.

    Wellinger hat seine Leistung stabilisiert

    Andreas Wellinger kennt Olympia. Er hat schon Gold geholt. Wellinger aber erlebt einen schwierigen Winter, teilweise war er sogar aus dem Weltcup-Team genommen worden. In Predazzo stabilisierte er seine Leistung, allerdings nur auf mittelmäßigem Niveau. Für Spitzenplätze war das zu wenig. Auch Pius Paschke zeigte keinen Ausreißer nach oben.

    Zu eigenen Unzulänglichkeiten kam am Montag noch Pech hinzu, als bei den Männern der Teamevent frühzeitig abgebrochen wurde. Mit Deutschland auf Rang vier, knapp hinter der Bronzemedaille. Die Frauen waren von den Medaillen weit entfernt. Allen voran Katharina Schmid, die ihren letzten Winter als Skispringerin sicherlich gerne anders erlebt hätte. Auf der Normalschanze holte sie Platz 16, auf der Großschanze verpasste sie den zweiten Durchgang. Eine Enttäuschung. Immerhin kann sie davon zehren, bei der Eröffnungsfeier die deutsche Fahne getragen zu haben.

    Das deutsche Skispringen hat Probleme. Darüber täuscht auch Raimunds Goldmedaille nicht weg. Er hatte an einem besonderen Tag die Gunst der Stunde genutzt. Weil die anderen Spitzenspringer strauchelten. Auch das ist eine Qualität. Da zu sein, wenn andere schwächeln. Auf Dauer aber wird das nicht reichen. Vielleicht bringt der neue Bundestrainer nach dem Abgang von Stefan Horngacher die deutschen Springer wieder dauerhaft in die Spur.

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