Dass sich in der Provinz Widerstand gegen die Hauptstadt regt, ist ein zeitgeschichtlich bekanntes Phänomen. Manchmal ist es auch im Sport zu beobachten. Am vergangenen Wochenende ist der Provinzmetropole Augsburg der spielerische Aufstand gegen die Kapitale Berlin gleich zweimal geglückt. Zwei „Augschburger“ Mannschaften profilierten sich als Hauptstadtbezwinger.
Am Freitag feierten die Eishockeyspieler einen 5:1-Sieg gegen die Eisbären aus Berlin. Immerhin schlug damit eine Mannschaft aus dem Mittelfeld den Tabellenführer.
Am Samstag legten die Fußballer mit einem 3:0 gegen Hertha BSC nach. Was bundesweit für großes Aufsehen sorgte, denn damit haben die Augsburger den Einstand von Otto Rehhagel als Trainer der Berliner gründlich verdorben. Mehr noch: Der FCA hat in der Tabelle die Hertha überholt und steht jetzt erstmals seit dem dritten Spieltag (der war im Spätsommer vergangenen Jahres) nicht mehr auf einem Abstiegsplatz.
Überhaupt, es war das Wochenende der bayerisch-schwäbisch-fränkischen Fußball-Teams. In der zweiten Liga hat Greuther Fürth die Tabellenführung übernommen und 1860 München hegt nach einem 1:0-Sieg gegen Union Berlin (eine weitere Hauptstadt-Niederlage!) noch leise Aufstiegshoffnungen.
In der Bundesliga hat der FC Bayern am Sonntag seine Krise beendet (unterbrochen?) und dank eines überragenden Franck Ribéry mit 2:0 gegen Schalke gewonnen. (fhn)