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Fußball: Magaths unangenehme Erinnerungen

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Magaths unangenehme Erinnerungen

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    Felix Magath möchte mit seiner Wolfsburger Mannschaft dem FC Augsburg nicht schon wieder in die Saison helfen.
    Felix Magath möchte mit seiner Wolfsburger Mannschaft dem FC Augsburg nicht schon wieder in die Saison helfen. Foto: Foto: Marijan Murat dpa

    Eine über weite Strecken starke Vorstellung beim 1:0-Sieg in Stuttgart, ein desaströses 0:4 gegen Hannover 96 – beim VfL Wolfsburg warfen die ersten beiden Spieltage der Fußball-Bundesliga mehr Fragen auf, als sie beantworteten. Vor dem Spiel in Augsburg heißt im Schatten der VW-Schornsteine also: Wo eigentlich steht dieser VfL? Zeigte das Stuttgart-Spiel den wahren VfL? Oder das Derby gegen den Niedersachsen-Rivalen? Trainer Felix Magath beantwortet diese Fragen mit einem Schmunzeln: „Augsburg ist ja nicht so weit weg von Stuttgart, insofern könnte da das Klima ähnlich sein...“

    Spielt der VfL so auf wie in Stuttgart, wird es schwer für den FCA

    In der Tat: Spielt der VfL so auf wie in den ersten 60, 65 Minuten in Stuttgart, dann wird’s schwer für den FCA. Darauf hofft Magath – aber die Erinnerung an die vergangene Saison macht ihn auch vorsichtig. Denn da war der VfL für die Augsburger ein Aufbaugegner. Beide Partien gewann der FCA. „Ich denke, die Augsburger können uns dankbar sein. Gegen uns haben sie ihr erstes Heimspiel gewonnen, damit die Kurve gekriegt“, so Magath. Jetzt sei die Situation ähnlich wie damals: „Das erste Heimspiel in diesem Jahr ist für sie – wie auch für uns – in die Hose gegangen, jetzt möchte ich aber nicht wieder der Trainer der Mannschaft sein, der den Augsburgern in die Saison hilft.“ Aber: „Einsatz, Laufbereitschaft, Kampf – wir werden auf eine Mannschaft treffen, die alles reinwerfen wird, darauf müssen wir uns einstellen. Da dürfen wir uns nicht das Spiel diktieren lassen.“

    Und der VfL muss punkten – denn nur drei Punkte aus drei Spielen wären für die Ambitionen viel zu wenig. Mindestens Platz sechs soll es in diesem Jahr sein, für den Volkswagen-Konzern und seine Fußball spielende Tochter ist nach dem achten Rang in der Vorsaison jetzt der internationale Wettbewerb Pflicht.

    Eine Erfolg in Augsburg wäre eine neue Erfahrung

    Ein Erfolg in Augsburg – für den gesamten Wolfsburger Kader wäre es eine neue Erfahrung. Denn kein einziger aktueller VfL-Profi hat bisher einen Dreier gegen den FCA geholt. Neuzugang Naldo etwa spielte mit Bremen zweimal 1:1 gegen Augsburg, Emanuel Pogatetz mit Hannover auch zweimal nur remis (0:0 und 2:2). Bei den beiden knappen Bayern-Siegen gegen den FCA (jeweils 2:1) spielte der Neu-Wolfsburger Ivica Olic nicht mit. Naldo erinnert sich: „Als wir mit Werder gegen sie gespielt haben, haben die Augsburger ständig Druck gemacht, sind 90 Minuten lang nach vorn marschiert, und die Fans waren immer da.“ Darum glaubt er: „Das wird auch diesmal wieder ein schwieriges Spiel. Augsburg hat zweimal verloren und muss nun zu Hause etwas zeigen.“

    Der VfL muss seine Lehren ziehen

    FCA: Alle Augen auf AmsifDer VfL dagegen müsse seine Lehren aus dem 0:4 gegen Hannover ziehen. Naldo: „Wenn man nur denkt, dass es so von allein wie beim Sieg in Stuttgart geht und man nicht laufen muss, dann funktioniert das nicht. Jeder muss seinem Kollegen helfen. In Augsburg müssen wir kompakt stehen und schnell aus der Defensive nach vorn spielen. Ich glaube, dass wir da ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt. Wir können diese drei Punkte holen.“ Immerhin eine positive Erinnerung hat Naldo an den FCA: Im Pokal-Halbfinale 2010 schlug er mit Werder den damaligen Zweitligisten.

    Das andere Gesicht des VfL könnte auch mit einer anderen Aufstellung zu tun haben. Christian Träsch, in der Vorsaison noch Kapitän, saß in beiden Bundesliga-Spielen auf der Bank. Jetzt drängt der Ex-Stuttgarter wieder ins Team, zumal mit Robin Knoche eine mögliche Alternative Gelb-Rot-gesperrt fehlt.

    Im Training durfte Träsch schon in der vermeintlichen A-Elf üben. Magath: „Jetzt ist der Zeitpunkt, wo man etwas ändern könnte. Die Trainingsleistungen, die Christian gebracht hat, könnten ihn in die Mannschaft heben.“ Keine Diskussionen gibt’s im Sturmzentrum. Der holländische Neuzugang Bas Dost kann trotz Knöchelverletzung spielen. Magath: „Seinem Einsatz steht nichts im Wege.“

    Der Autor Andreas Pahlmann ist Sportredakteur der Wolfsburger Allgemeine.

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