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Niederlage in Schwenningen: AEV verpasst die Play-offs

Augsburger Panther

0,2 Prozent Play-Off-Chance sind selbst für Optimisten beim AEV zu wenig

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    Am 50. Spieltag der DEL trennen sich die Wege von Schwenningen und Augsburg. Während die Wild Wings in die Play-offs einziehen, können Alexandre Grenier und die Panther mit der Urlaubsplanung beginnen.
    Am 50. Spieltag der DEL trennen sich die Wege von Schwenningen und Augsburg. Während die Wild Wings in die Play-offs einziehen, können Alexandre Grenier und die Panther mit der Urlaubsplanung beginnen. Foto: Adrian Goldberg

    Fehlende Konstanz bleibt die Konstante dieser Panthersaison. Das war im Mikrokosmos des vergangenen Wochenendes wieder bestens zu beobachten. Schwaches erstes Drittel am Freitag gegen Absteiger Dresden, 0:2-Rückstand, dann Partie gedreht und 6:3 gewonnen. Am Sonntag in Schwenningen dann wieder ein Stotterstart mit langen Phasen in Unterzahl, dann ein zartes Aufbäumen, doch diesmal gelang es nicht mehr, den Sieg zu erzwingen, es blieb bei der 1:2-Niederlage. Damit steht nun fest, dass die Augsburger Panther ab dem nächsten Montag nur noch Zuschauer sind, auch wenn es rechnerisch sogar noch möglich wäre, Nürnberg von Platz zehn zu verdrängen.

    AEV hat das um 20 Treffer schlechtere Torverhältnis

    Sechs Punkte beträgt der Vorsprung der Franken bei noch zwei ausstehenden Partien. Dazu kommt allerdings ein um 20 Treffer schlechteres Torverhältnis. Augsburg müsste also seine letzten beiden Spiele gegen Ingolstadt und Wolfsburg sehr hoch gewinnen, während Nürnberg zeitgleich sehr hoch gegen Bremerhaven und Frankfurt verliert. ChatGPT berechnet aus dieser Konstellation für Augsburg eine Play-off-Wahrscheinlichkeit von 0,2 Prozent und wertet deren Erreichen als „praktisch ausgeschlossen“. Sportlich belanglos wären damit dann die letzten beiden Saisonspiele. Diese Erkenntnis dürfte sich auch bei den Panthern durchgesetzt haben, auch wenn der Klub auf seiner Homepage noch einschränkend schreibt, dass die Play-offs „fast sicher“ ohne den AEV stattfinden werden. Gleichzeitig laufen vermutlich schon die Planungen für die abschließenden Gespräche mit den Spielern und Trainern sowie für die Abschlussfeier mit den Fans.

    Spielentscheidend war eine frühe Strafe gegen den AEV

    Panther-Chefrainer Bill Peters analysierte am Sonntagabend die entscheidende Niederlage gewohnt nüchtern und sah einen Hauptgrund für den Spielverlauf in der frühen Fünf-Minuten- plus Spieldauerstrafe für seinen Verteidiger Madison Bowey. Der hatte schon nach neun Minuten seinen Gegenspieler Tyson Spink derart ungestüm in die Bande gerammt, dass ihn die Schiedsrichter (nach Videostudium der Szene) vorzeitig zum Duschen schickten. Zwar haben die Panther in den vergangenen Wochen ihr Unterzahlspiel stabilisiert, doch einen Gegentreffer kassierten sie trotzdem. Außerdem habe diese Phase, in der kurz auch noch Alexandre Grenier auf die Strafbank musste, seine Leistungsträger und Vielspieler, wie zum Beispiel Donald Busdeker und Cody Kunyk, viel Kraft gekostet, sagte Peters. Als es dann in der Endphase der Partie darum ging, mit aller Macht auf den Ausgleich zu drängen, habe das letzte bisschen Spritzigkeit und Energie gefehlt.

    Panther-Fans sind eine der wenigen Konstanten

    Peters versuchte in der Schlussphase alles, nahm schon früh seinen Torwart Michael Garteig zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Denn Grenier hatte zuvor zwar das zwischenzeitliche 1:1 erzielt, Tyson Spink dann aber die Gastgeber wieder mit 2:1 in Front geschossen. Diesen Rückstand konnten die Panther trotz großen Aufwands nicht mehr aufholen. Während es für die Wild Wings (aktuell auf Platz acht) nun darum geht, sich eine möglichst gute Ausgangsposition für die erste Play-off-Runde zu sichern, können die Panther schon den anstehenden Sommerurlaub planen.

    Vorher allerdings stehen noch die Partien in Ingolstadt am kommenden Freitag und das Saisonfinale gegen Wolfsburg im heimischen Curt-Frenzel-Stadion an. Dieses wird dann zum 21. Mal in dieser Saison ausverkauft sein, womit die Panther den DEL-Rekord einstellen. Die Eisbären Berlin hatten in der Hauptrunde 2024/25 ebenfalls 21 Partien ausverkauft gemeldet. Der Zuschauerzuspruch ist im Gegensatz zu den sportlichen Leistungen eine, wenn nicht gar die wichtigste Konstante dieser Saison.

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