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Deutschland gegen Luxemburg: Abwehr-Kimmich trifft doppelt

Nationalmannschaft

Ganz souverän: DFB-Team lässt Luxemburg keine Chance

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    David Raum (Mitte) feiert mit Kapitän Joshua Kimmich seinen Treffer zum 1:0.
    David Raum (Mitte) feiert mit Kapitän Joshua Kimmich seinen Treffer zum 1:0. Foto: Tom Weller, dpa

    Dass es keine Kleinen mehr gibt, ist eine der am häufigsten gebrauchten Lügen im Fußball. Natürlich gibt es die noch – auch wenn sie nicht mehr so klein sind, wie sie mal waren. In Luxemburg etwa leben knapp 700.000 Menschen und damit etwas weniger als in Frankfurt am Main. Ein Sieg war für die deutsche Nationalelf am Freitagabend also vorausgesetzt – doch der sollte am besten auch noch überzeugend und hoch sein. Am Ende gewann die DFB-Auswahl die Partie in der WM-Qualifikation mit 4:0 und erfüllte damit die Anforderungen. Allerdings profitierte sie dabei auch von einem frühen Platzverweis gegen die völlig überforderten Gäste.

    Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte nach den zuletzt wenig überzeugenden Spielen auf Bewährtes – und eine Maßnahme lautete, Kapitän Joshua Kimmich aus dem Mittelfeld wieder auf die rechte Abwehrseite zu ziehen. Nagelsmann sagte in der ARD vor Anpfiff, er habe „nochmals die Sinne der Spieler geschärft“, um die defensive Stabilität zu gewährleisten. Kimmich bestritt sein 104. Länderspiel und überholte damit Franz Beckenbauer mit 103 Partien.

    Nach 20 Minuten musste Luxemburg zu zehnt weiterspielen

    Die DFB-Elf diktierte das Spiel von Beginn an. Nach drei Minuten lag der Ball erstmals im Kasten Luxemburgs – Serge Gnabrys Treffer zählte aber nicht wegen eines angeblichen Handspiels von Nick Woltemade. Nach zwölf Minuten jubelten die Fans zurecht: David Raum brachte einen Freistoß aus etwa 20 Metern im Tor unter – 1:0. Luxemburg kam kaum über die Mittellinie. Für die Gäste kam es nach 20 Minuten richtig bitter: Wegen eines Handspiels im Strafraum verhängte Schiedsrichter Nenad Minakovic nicht nur Elfmeter für Deutschland, sondern schickte Verteidiger Dirk Carlson noch mit Rot vom Feld – eine harte Entscheidung. Kimmich verwandelte den Strafstoß souverän (21.).

    Das Spiel war damit gelaufen – die einzige Frage lautete nur, wie hoch der deutsche Erfolg ausfallen würde. Welle um Welle rollte auf das Tor der Gäste zu. Die deutsche Auswahl musste sich im ersten Durchgang nur den Vorwurf gefallen lassen, zu lax mit den Chancen umgegangen zu sein. Kurz nach dem Seitenwechsel holte sich Gnabry dann seinen Treffer (48.). Nach einer Ecke legte Kimmich kurz danach zum 4:0 nach (51.). Einziger Wermutstropfen: Der nach einer Stunde ausgewechselte Woltemade blieb auch im fünften Länderspiel ohne Treffer. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich ihm am Montag, wenn es in Belfast gegen Nordirland geht.

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