Spannend ging es zu beim Spiel des FC Augsburg gegen den SC Freiburg am vergangenen Sonntag (2:2). Binnen weniger Minuten holten sich die Schwaben den Vorsprung mit gleich zwei Toren – nur, um den dann kurz darauf wieder zu verlieren. Da verhalf auch die Anwesenheit einiger bekannter Gesichter nicht zu mehr Erfolg: Die Geissens, die in Augsburg zu Besuch waren, schauten das Spiel von der Tribüne aus.
Zwei wichtige Spiele, zwei verpasste Chancen für den FCA
Ähnlich sah es erst kurz zuvor beim Spiel gegen Union Berlin aus: Der FCA musste nach einem Traumtor von Alexis Claude-Maurice in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 1:1 hinnehmen. Zwei wichtige Spiele, bei denen die Schwächen des FC Augsburg sukzessive aufgedeckt wurden. Nun ist klar: Vor dem Spiel der Augsburger gegen Rekordhalter FC Bayern am Samstag, 24. Januar (15.30 Uhr), muss etwas passieren.
Trainer Manuel Baum zeigte sich bislang kämpferisch im Hinblick auf die bevorstehende Partie; obwohl die Aufgabe gewaltig wird. „Vom Grundsatz ist in der Vorbereitung alles darauf ausgelegt, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, sagte er am Dienstag. Das Spiel sieht er als willkommene Herausforderung für seine Mannschaft, um zu wachsen. Das sagt er bei der Pressekonferenz am Mittwoch:
Darüber, wie sich Neuzugang Arthur Chaves macht und ob er mitspielt:
„In der Kabine ist er jemand, der kommt da rein und da gibt er Energie und strahlt. Das find ich immer ganz wichtig. Und genauso ist es auf dem Trainingsplatz – ich bin froh, dass er da ist. […] Da ist alles möglich. Er wäre sofort eine Option A.“
Darüber, was die Augsburger in der Allianz Arena erwartet:
„Natürlich schon eine knackige Aufgabe, klar. Ich sag’ zwar immer: Wenn man Spiele angeht, will man sie gewinnen, aber wenn man realistisch ist, ist es ja auch so: In dem einen Spiel ist es wahrscheinlicher, zu gewinnen, in anderen geringer. Trotzdem ist die Herangehensweise so, dass wir uns heute auch schon Sachen überlegt haben: Was mögen sie nicht so gern? Was können wir richtig gut? Insofern erwarte ich von der Mannschaft, dass wir ganz klar eine Haltung an den Tag legen, dass wir sie ärgern.
Mit welcher Einstellung Baum an das Spiel geht:
„Ich bin grundsätzlich immer ein Optimist. Ich glaube, dass das extrem beeinflusst, wenn man schon schlechte Gedanken hat. Insofern gehe ich da immer positiv dran. […] Ich liebe, eine Challenge zu haben […] Das ist natürlich eine besondere.“
Wie die Augsburger taktisch an das Spiel gehen:
„Wir müssen unsere Stärken auf dem Platz bringen: Kompaktheit, in die Zweikämpfe, Spielrhythmus brechen, trotzdem mutig im Umschalten sein. Und dann immer mal wieder kreativer: nach Prinzip verteidigen statt nach Struktur, weil du bei Bayern nicht immer die Zeit hast, nachzudenken […] Dann muss das einfach intuitiv passieren.“
Über die Personalsituation beim FCA:
„Jakić ist noch Thema. Nach dem Stufenvorfall ist es noch offen. Der Rest steht – Stand heute – fit da.“
Über den Gegner Bayern:
„Bayern hat jeher eine richtig gute Mannschaft. Wo ich sie überdurchschnittlich gut finde aktuell, ist, dass du bei den vielen herausragenden Einzelspielern das Gefühl hast, dass sie ein Team sind. Das macht's ja dann noch gefährlicher, dass sie ständig hungrig sind. Das sieht man Spiel für Spiel.“
Darüber, was der FC Bayern nicht mag:
„Gesicht zum eigenen Tor verteidigen. Das mag keiner. Bayern lieben es, nach vorn zu verteidigen, das gegnerische Tor zu sehen. Das ist definitiv was, aber das ist leichter gesagt als getan […] Da muss schon sein, dass du Spieler auf dem Platz hast, wo du nicht nur über taktische Lösungen was hinkriegst, sondern die auch in der Lage sind, mal über 1 gegen 1 jemanden aus dem Spiel zu bringen.“
Darüber, wie wichtig das Mindset ist:
„Wir müssen auch in Situationen, wo man emotionalisierter ist, mehr an Inhaltlichem bleiben und schauen, dass man von den Emotionen nicht so herausgerissen wird.“
Wie gewappnet sich der Trainier allgemein fühlt:
„Wenn wir mehr zusammenwachsen, ist das 'n‘ richtig, richtig gute Mannschaft. Ich bin total zufrieden mit den Männern.“
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