Die Familienbilder, die Emily Manninger für ihre Abschiedsworte auf Facebook zusammengestellt hat, sagen alles über den Menschen Alexander Manninger, über ihren Mann, den sie am Donnerstag verloren hat. Der ehemalige Torhüter des FC Augsburg (2012 bis 2016) war bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Der 48-Jährige war mit seinem Fahrzeug an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Nähe von Salzburg mit einem Triebwagen der Salzburger Lokalbahn zusammengestoßen. Für Manninger, der an diesem Morgen allein auf dem Weg zum Angeln war, kam jede Hilfe zu spät. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen noch.
Alexander Manninger hält seine beiden Söhne vor dem Christbaum im Arm
Die Bilder zeigen Manninger, seine Frau und seine beiden kleinen Söhne Alexander und Nicolas, wie sie für ein herzliches Familienfoto auf einer Couch sitzen. Die beiden Söhne mit einem weißen Hemd, roter Fliege und dem gleichen Strickpullover. Ein Bild zeigt Emily Manninger lachend mit ihrem Mann, sie waren seit September 2022 verheiratet, und den Kindern im Doppel-Buggy bei einem Ausflug bei den Gondeln an der Talstation Flachau/Wagrain/St. Johann. Und ein Bild zeigt, wie Alexander Manninger seine beiden erschöpften Söhne vor dem geschmückten Christbaum am Boden sitzend, in den Armen hält. Er gibt ihnen Halt, sie schmiegen sich müde an ihn.
Die Witwe kann den „unvorstellbaren Schmerz“ nicht in Wort fassen
„Ich kann den unvorstellbaren Schmerz, den ich empfinde, nicht in Worte fassen“, beginnt dann die Witwe ihr emotionales Facebook-Posting, das sie am Sonntagmittag in Englisch verfasst hat. „Wir sind nicht die Art von Familie, die solche Trauer und solchen Schmerz öffentlich teilt, aber mir bleibt keine Wahl, da mich die Welle der Anteilnahme aus aller Welt überwältigt hat.“
Es sei ihr wichtig, „zu beschreiben, was für ein Mensch du zu Hause warst und was für ein bewunderter Mann du auf dem Spielfeld warst“. Sie fährt fort: „Ich sitze heute mit unserer Familie zu Hause und versuche zu begreifen, dass dies nun unsere Realität ist. Die extreme Tragödie, die wir als Familie erleben, in Worte zu fassen, ist extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich.“ Trotzdem versucht sie es. „Alex, danke für unsere beiden Söhne, Alexander und Nicolas. Sie sind mein Ein und Alles.“ Er sei der wundervollste Vater für die Jungs gewesen, „sie haben dich abgöttisch geliebt“. Und für sie sei er nicht nur Ehemann, sondern auch bester Freund gewesen.
Emily Manninger schreibt über ihr Leben. Über die Spaziergänge, Bootsausflüge auf die Seen im Sommer, Stand-Up-Paddling, Würfelspiele, Wanderungen, Skifahren, Golfen und Aufenthalte in den wunderschönen Hotels in den Bergen mit den Jungs – die Liste sei endlos.
Freunde und Familie unterstützen die Familie nach dem tödlichen Unfall
Der enge Freundeskreis von Manninger unterstütze sie jetzt, und sie fühle sich durch sie „sehr geborgen“. Dann erklärt sie, warum Alexander Manninger so beliebt war: „Du hast so viele Menschen, die du getroffen hast, tief berührt. Du warst unglaublich respektvoll – ruhig, aufrichtig, organisiert, zielstrebig, gutherzig, sanftmütig und loyal. Du warst hochgebildet und sprachst mehrere Sprachen, darunter auch Liverpooler Dialekt. Du warst so welterfahren, erfahren und vernünftig. Du warst so interessant für mich, und so viele andere haben es geliebt, einfach mit dir zu plaudern. Du warst ein wundervoller Sohn für deine liebe Mutter.“
Sie müsse jetzt stark sein. „Ich glaube nicht, dass wir als Familie das verdient haben, aber ich glaube fest an Gott, und er hat dich zu deinem Vater heimgerufen.“ Sie beendet ihren Post so: „Bis wir uns wiedersehen, danke, Lexx. Ich werde dich für immer lieben. Dein Mädchen Emily.“
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