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Neue Details zum Tod von Ex-FCA-Torhüter Alexander Manninger

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„Kann nicht glauben, ihn nie wiederzusehen“: Neue Details zum Tod von Ex-FCA-Torhüter Alexander Manninger

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    Freunde: Zdenko Miletic (links) und Alexander Manninger beim Abschiedsspiel von Daniel Baier im September 2023.
    Freunde: Zdenko Miletic (links) und Alexander Manninger beim Abschiedsspiel von Daniel Baier im September 2023. Foto: Kolbert-press

    Die Bilder des silbergrauen VW-Minivans, den Alexander Manninger fuhr, sind erschreckend. Die Beifahrerseite ist vollkommen zerstört, die Airbags sind aufgegangen. Die Frontscheibe des rot-weißen Triebwagens der Lokalbahn Salzburg, die das Auto an einem unbeschrankten Bahnübergang nahe der Haltestelle Pabing in der Nähe von Nussdorf bei Salzburg erfasst und mitgeschleift hat, ist eingedrückt. Der Bahnübergang ist laut österreichischen Medien mit einem Stoppschild gesichert und gut einsehbar. Der 48-jährige Manninger soll laut Bild, auf dem Weg zum Angeln, seiner großen Leidenschaft, gewesen sein. Ohne seine Frau und seine zwei kleinen Kinder. Die enge Straße, die über die Gleise führt, endet später bei Ferienhäusern und Angelteichen.

    Wie es im Pressebericht der Polizei heißt, kam es am Donnerstagmorgen kurz nach acht Uhr zu dem folgenschweren Unfall. Manninger war beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits von Ersthelfern aus dem Fahrzeug befreit worden und es wurde versucht, ihn zu reanimieren. Die Polizei unterstützte die Reanimationsmaßnahmen, wobei auch ein Defibrillator zum Einsatz kam. Trotz weiterer Maßnahmen durch Rettung und Notarzt, auch ein Rettungshubschrauber soll vor Ort gewesen sein, verlief die Reanimation erfolglos.

    Der Leichnam von Alexander Manninger wird obduziert

    Wie es zu dem Unfall kam, ob es eine technische, menschliche oder körperliche Ursache gab, ermittelt jetzt die Polizei. Der Unfallhergang wird durch einen Gutachter rekonstruiert. Der Lokführer, der wie die 25 Fahrgäste unverletzt blieb, konnte noch nicht vernommen werden. Er steht unter Schock. Der Leichnam von Manninger wird obduziert. Es soll geklärt werden, ob eventuell ein medizinischer Notfall den Unfall ausgelöst hat. Ergebnisse soll es in rund einer Woche geben.

    Entsetzen herrscht auch bei seinen ehemaligen Mitspielern des FC Augsburg. Manninger stand von November 2012 bis Sommer 2016 beim FCA unter Vertrag.

    Alexander Manninger telefoniert, Ragnar Klavan (Mitte) und Markus Feulner freuen sich über das Wiedersehen der Europa-League-Mannschaft.
    Alexander Manninger telefoniert, Ragnar Klavan (Mitte) und Markus Feulner freuen sich über das Wiedersehen der Europa-League-Mannschaft. Foto: kolbert-press

    Erst im vergangenen September war Manninger extra zum Treffen anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der ehemaligen Europa-League-Mannschaft in die WWK-Arena nach Augsburg gekommen.

    Zdenko Miletic über Manninger: „Als hätte ich ein Familienmitglied verloren“

    Mit dabei war auch Zdenko Miletic. Der 57-Jährige war 2012 Torwarttrainer beim FCA und stellte den Kontakt zu Manninger her. Simon Jentzsch hatte sich verletzt, Miletic bevorzugte die italienische Torwartschule, die auch Manninger zuvor bei Juventus Turin (2008 bis Juni 2012) zusammen mit Gianluigi Buffon verkörpert hatte. „Ich habe ihn angerufen, dann kam Alex zum Probetraining. Ich war erst etwas skeptisch, weil er zuvor ja keinen Verein hatte und nicht richtig fit war.“ Aber der damalige Manager Jürgen Rollmann setzte sich durch. Zum Glück. Auch für Miletic: „Alex war menschlich eine riesengroße Bereicherung für den Verein und mich.“ Sein Tod ist für Miletic unfassbar. An Weihnachten hatte Manninger ihm noch Bilder von seiner Frau und seinen zwei Kindern geschickt. An Ostern hatten sie auch noch Kontakt. „Er war einer der besten Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt habe. Und jetzt ist er auf einmal nicht mehr da. Es fühlt sich für mich an, als hätte ich ein Familienmitglied verloren.“

    Auch Halil Altintop zählte zu der Erfolgsmannschaft. Der damalige Mittelfeldspieler war acht Monate nach Manninger im Juli 2013 von Trabzonspor zum FCA gekommen. Er beschreibt Mannigers Wert für das Team so: „Er hat seine Erfahrungen geteilt, er hat immer Tipps gegeben und unterstützt, wo er nur konnte. Auch ich habe von ihm noch viel gelernt.“

    Doch noch wichtiger war für den 43-jährigen Altintop der Mensch Manninger: „Man könnte viel über ihn erzählen. Er war ein unfassbar guter Mensch. Wenn man es in wenigen Worten zusammenfasst: Er war groß im Erfolg, aber noch größer als Mensch.“

    Ex-FCA-Trainer Markus Weinzierl: „Ich kann nicht glauben, ihn nie wiederzusehen“

    Geschockt vom Tod Manningers ist auch sein damaliger Trainer Markus Weinzierl. Drei Jahre unterstützte Manninger ihn nicht nur auf dem Platz. Weinzierl: „Die Nachricht über den tragischen Unfall von Alexander Manninger macht mich unendlich traurig. Wir haben Alex 2012 verpflichtet und er war als Spieler und Mensch ein einziger Glücksfall.“

    Markus Weinzierl im Gespräch mit Alexander Manninger im Trainingslager in Belek im Januar 2013.
    Markus Weinzierl im Gespräch mit Alexander Manninger im Trainingslager in Belek im Januar 2013. Foto: Klaus Rainer Krieger

    Weinzierl weiter: „Er war ein absoluter Profi, Leader der Mannschaft und ein unglaublich liebenswerter Mensch. Ich habe so viele Gesichter und Gespräche mit ihm und seinem österreichischen Schmäh, verschmitzten Lächeln und sensationellen Charakter im Kopf, ich kann es einfach nicht glauben, ihn nie wiederzusehen.“ Weinzierl zum Schluss: „Vielen Dank für alles und jede Sekunde, die ich mit dir verbringen durfte.“

    Emotionale Abschieds-Post von Gianluigi Buffon

    Auch Manningers ehemaliger Mannschaftskamerad bei Juventus Turin, der ehemalige Weltklasse-Torhüter Gianluigi Buffon, verabschiedete sich mit emotionalen Worten: „Jedes Wort ist überflüssig. Jede Träne wäre nur eine mehr für den Verlust eines großartigen Freundes und einer großartigen Person, die ich immer bewundert habe. „

    Gianluigi Buffon spielte mit Alexander Manninger bei Juventus Turin.
    Gianluigi Buffon spielte mit Alexander Manninger bei Juventus Turin. Foto: Robert Michael, dpa

    Er verwies in seinem Post darauf, dass Manninger immer von der Fußballwelt unabhängig blieb und schloss mit den Worten: „Ich hoffe – nein, ich bin sicher –, dass du von dort oben weiterhin deine wunderbaren Kinder und deine junge Frau begleiten wirst. Ruhe in Frieden. Gigi.“

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