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FC Augsburg: Rexhbecaj erzielt Tor – Zukunft bleibt unklar

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„Kein Kommentar“: Warum FCA-Spieler Rexhbecaj plötzlich schweigsam wird

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    Elvis Rexhbecaj freut sich über seinen Kopfballtreffer gegen den SC Freiburg.
    Elvis Rexhbecaj freut sich über seinen Kopfballtreffer gegen den SC Freiburg. Foto: Christian Kolbert, Kolbert-Press

    Plötzlich wurde Elvis Rexhbecaj schweigsam. Eigentlich ist der Mittelfeldspieler des FC Augsburg ein Mann klarer Worte. Einer, der sich den Fragen stellt – auch nach Niederlagen. Als es am Sonntagabend nach dem 2:2 gegen den SC Freiburg aber um seine Zukunft ging, wurde er sehr zurückhaltend. „Meine persönliche Situation ist nicht wichtig, wir müssen erst einmal punkten“, sagte er. Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Auf Nachfragen, wie es im Sommer weitergehen könne, brachte er nur noch zwei Worte über die Lippen: „Kein Kommentar.“

    Der 28-Jährige möchte sich zumindest öffentlich nicht damit beschäftigen, ob er über den Sommer hinaus beim FCA spielen wird. Intern aber sollten demnächst wohl Gespräche geführt werden. „Wir sind mit allen regelmäßig im Austausch“, sagte Sportdirektor Benjamin Weber lediglich, betonte aber: „Was wir vertraglich besprechen, bleibt in der Kabine und in den Büros.“

    Elvis Rexhbecaj spielt seit 2022 für den FC Augsburg

    Rexhbecaj ist seit 2022 beim FC Augsburg. Immer wieder hat er sich seinen Platz in der Mannschaft erkämpft. Egal, wer die Konkurrenten im defensiven Mittelfeld waren. Gegen den SC Freiburg allerdings saß er zunächst nur auf der Bank. Trainer Manuel Baum gab Kristijan Jakic und Han-Noah Massengo den Vorzug.

    Mit Beginn der zweiten Halbzeit aber wurde Rexhbecaj gebraucht. Weil sich Kristijan Jakic beim Gang aus der Kabine verletzt hatte. Als die Spieler auf den Rasen zurückkehrten, fasste sich der Kroate auf der Treppe an die linke Wade. Die Muskulatur hatte zugemacht, Jakic konnte nicht mehr weiterspielen. Eine Verhärtung ist die Diagnose, Jakic sollte am Samstag in München wieder spielen können.

    Gegen den SC Freiburg ersetzte ihn Rexhbecaj früher als erwartet. Er habe von der Verletzung seines Teamkollegen nichts mitbekommen, sagte der 28-Jährige. Er wollte sich gerade weiter aufwärmen, als er mit der Ansage überrascht wurde, jetzt sofort auf den Platz zu müssen. „Es hieß, ich müsse sofort rein“, erzählte Rexhbecaj.

    Viel Anlaufzeit brauchte er nicht. In der 49. Minute wuchtete er den Ball mit dem Kopf nach einer Flanke von Fabian Rieder ins Tor. Es war das 2:0 für den FC Augsburg, zum Sieg reichte die Führung nicht. Die Freiburger glichen nach zwei Standardsituationen noch aus. „Am Ende war es ein enttäuschender Abend“, fasste Rexhbecaj das Erlebte zusammen. Nach den beiden Heimspielen gegen Union Berlin und den SC Freiburg blieben nur zwei Zähler in Augsburg – zu wenig. „Wir hätten sechs Punkte haben können“, meinte der Mittelfeldspieler, „damit hätten wir uns unten herausarbeiten können.“

    Dieser erhoffte Befreiungsschlag aber gelang nicht. Weil die Augsburger immer wieder Fehler in ihr Spiel einstreuen. Oder sich Unkonzentriertheiten leisten. Gegen Berlin hätte in der Schlussphase etwas mehr Cleverness geholfen, um die 1:0-Führung über die Zeit zu bringen. Einen Freistoß in der Nachspielzeit schlugen die Augsburger nach vorne, statt den Ball in den eigenen Reihen zu behalten. Das ermöglichte den in Unterzahl spielenden Berlinern noch die Chance zum Ausgleich, die sie prompt nutzten.

    In München braucht es für den FC Augsburg auch Leidensfähigkeit

    Gegen Freiburg hatte Rexhbecaj ein ordentliches Spiel gesehen – allerdings reichte auch hier eine Führung nicht zum Sieg. „Am Ende kann ich nur sagen: schade“, so der 28-Jährige. „Uns fehlt momentan immer ein bisschen was zu einem Sieg. Wir müssen aber weiterarbeiten, damit das Glück auf unsere Seite kommt. Damit wir punkten, punkten, punkten“, sagte Rexhbecaj. Vier Zähler Vorsprung haben die Augsburger momentan vor den Abstiegsplätzen, alles andere als eine beruhigende Situation.

    Vor allem, da am kommenden Wochenende nicht zwingend ein Punktezuwachs zu erwarten ist. Der FCA muss am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Bayern München antreten. Die schwerste Aufgabe, die sich derzeit in der Bundesliga stellen kann. „Die Bayern sind das Maß aller Dinge“, sagte Rexhbecaj, „wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen“. Selbstbewusstsein sei gefragt. „Wir brauchen Mut, Aggressivität und Leidensfähigkeit“, forderte der 28-Jährige.

    Nach dem Spiel in München warten der FC St. Pauli, Mainz und Heidenheim. Jene drei Teams, die aktuell hinter den Augsburgern in der Tabelle stehen. In der Vorrunde allerdings verlor der FCA diese drei Duelle. Eine Wiederholung dessen sollten sich die Augsburger nicht erlauben. Rexhbecaj weiß das. Seine Forderung ist klar: Weiter arbeiten, Spiel für Spiel. Um ein weiteres Jahr Bundesliga zu sichern. Ob er dann allerdings noch dabei ist, bleibt ungewiss.

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