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FC Augsburg: Sandro Wagner fehlt gegen Leipzig der Plan B

Kommentar

FCA-Trainer Sandro Wagner fehlt ein Plan B

Johannes Graf
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    Ein nachdenklicher Sandro Wagner. Gegen RB Leipzig musste der Trainer des FC Augsburg erkennen, woran sein Team und er scheitern können.
    Ein nachdenklicher Sandro Wagner. Gegen RB Leipzig musste der Trainer des FC Augsburg erkennen, woran sein Team und er scheitern können. Foto: Harry Langer, dpa

    In den jüngsten Partien hatte der FC Augsburg sichtbare Fortschritte gemacht. Einerseits hatte der Fußball-Bundesligist die Verjüngung vorangetrieben, andererseits hatte er gezeigt, dass er mit einer aktiven Spielweise erfolgreich sein kann. Vier Punkte aus den Spielen gegen den VfL Wolfsburg und den 1. FC Köln hatten die Verantwortlichen des Klubs in ihrem Tun bestärkt und Trainer Sandro Wagner gezeigt, dass sich seine Ideen auf dem Rasen mit diesem Kader umsetzen lassen. In Partien auf Augenhöhe hatte der FCA ansprechende Auftritte hingelegt.

    RB Leipzig ist für den FC Augsburg kein Gegner auf Augenhöhe

    RB Leipzig allerdings war kein Gegner auf Augenhöhe. Trainer Ole Werner hat die Mannschaft nach desaströsem Auftakt in München zu einem Top-Team geformt. Hat Schlüsse gezogen, hat Anpassungen vorgenommen, hat anhaltenden Erfolg. Vor allem aber hat er Spitzenspieler in seinen Reihen. Auch der FCA hat inzwischen einen illustren Kader, der Qualität hat. Längst aber ist er nicht in der Lage, sein Spielsystem jedem Team in der Bundesliga aufzudrücken. Wagners Plan mit hohem Pressing, Balleroberungen und mutigem Mann-gegen-Mann-Verteidigen auf dem ganzen Feld kann aufgehen. Zugleich ist er enorm Risiko behaftet, sobald es gegen Spitzenteams geht.

    FCA-Coach Wagner muss Lehren aus dem Spiel gegen Leipzig ziehen

    Mannschaften wie Bayern München, RB Leipzig oder Borussia Dortmund verfügen über Tempo, Technik und spielerische Klasse, sich aus dem Pressing zu befreien und die Räume zu einfachen Toren nach Gegenangriffen zu nutzen. Der FCA ist gegen Leipzig wiederholt ins offene Messer gelaufen. 20 Gegentore nach acht Spieltagen sprechen eine deutliche Sprache. Wagner muss Lehren ziehen, benötigt dringend einen Plan B, mit dem er Top-Teams die Stirn bieten kann. Das heißt nicht, dass Beton angerührt werden muss und sich der FCA vor seinem Tor eingräbt. Pressinglinien lassen sich verschieben, durch Umschaltmomente lassen sich selbst einfache Treffer erzielen.

    Die Reifeprüfung gegen Leipzig haben der FCA und Wagner nicht bestanden, sie können aber in den folgenden Partien im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum sowie in der Liga gegen Dortmund und den VfB Stuttgart zeigen, dass sie aus ihren Fehlern lernen.

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