Wie tief die Spuren sind, die Alexander Manninger beim FC Augsburg hinterlassen hat, war am Samstagnachmittag deutlich zu spüren. Der Österreicher, der von 2012 bis 2016 beim FCA unter Vertrag stand und sich bei den Fans wegen seiner herausragenden Rolle im Abstiegskampf der Saison 2012/13 einen Heldenstatus erarbeitet hat, ist vor eineinhalb Wochen bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat Salzburg ums Leben gekommen. Manninger wurde nur 48 Jahre alt und hinterlässt eine Frau und zwei kleine Kinder. Beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt nahm der FC Augsburg nun Abschied von seinem ehemaligen Spieler.
Wie schon in der vergangenen Woche spielte der FCA im Trauerfloor, die Profis wärmten sich im Manninger-Trikot mit der Nummer 1 auf und vor Spielbeginn gab es eine bewegende Schweigeminute im Augsburger Stadion. Auf der Videoleinwand wurde ein kurzer Film eingeblendet, der die besten Szenen von Manninger im FCA-Trikot zeigte. Nicht fehlen durfte natürlich der gehaltene Elfmeter im letzten Spiel der Saison 12/13: Der Österreicher hielt beim Stand von 0:0 gegen Fürth einen Strafstoß. Der FCA, der das Spiel gewinnen musste, siegte mit 3:1 und sprang am letzten Spieltag doch noch auf einen Nicht-Abstiegsplatz.
FCA-Trainer Manuel Baum: „Da kommt man schon ins Schlucken“
Auch die Fans auf der Ulrich-Biesinger-Tribüne hatten etwas vorbereitet. Auf einem Banner war zu lesen: „Für immer ein Teil unserer Bundesliga-Geschichte. Ruhe in Frieden, Alex.“ Auch die Seitenwand des FCA-Funktionsgebäudes neben der WWK Arena erinnert nun an Alexander Manninger. Ein in schwarz-weiß gehaltenes Bild des Torwarts ist darauf zu sehen, zusammen mit den Lebensdaten des Keepers und den schlichten Worten „Ruhe in Frieden, Alex.“
Auch auf der Pressekonferenz nach dem 1:1 gegen Frankfurt war das Andenken an Manninger ein Thema. Trainer Manuel Baum sagte, als er darauf angesprochen wurde: „Ich finde es im Verein eine tolle Kultur, dass so an Spieler erinnert wird. Wenn man die Szenen von ihm nochmal sieht, ist es schon Wahnsinn. Man kennt ja die familiären Verhältnisse mit zwei kleinen Kindern. Ich habe auch zwei, da kommt man schon ins Schlucken. Andererseits hätte er schon gewollt als Fußballer und toller Mensch, dass wir sagen: Und jetzt hauen wir alles raus. Das haben wir heute gemacht, auch für ihn.
FCA-Geschäftsführer Michael Ströll findet auf Instagram emotionale Worte für Manninger
Auch Michael Ströll, der Geschäftsführer des FC Augsburg, fand auf Instagram emotionale Worte für Manninger. In einem Post schrieb er: „Lieber Alex, es sind nicht die Lautesten, die uns am meisten im Gedächtnis bleiben – sondern die, die ihren Weg gehen, sich nicht verbiegen lassen und so bleiben, wie sie sind.“ Manninger haben nicht nur immer alles gegeben, „sondern unseren ganzen Verein bereichert. Als Sportsmann, aber noch viel mehr als Persönlichkeit“, so Ströll. „Solch einen Menschen gibt es nicht oft in diesem Geschäft, umso unbegreiflicher ist es, dass Du uns nicht mehr mit Deiner Lebensfreude und positiven Art erfreuen wirst.“ Manninger werde immer einen wichtigen Platz in der FCA-Familie einnehmen. Der Post endet mit den Worten: „Alex, Du bist und bleibst unvergessen. Danke für alles!“
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