Wirklich damit zu rechnen war nicht. Nur kühnste Optimisten trauten dem FC Augsburg gegen den FC Bayern München einen Erfolg zu. Derart dominant und erfolgreich hatte der Meister in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga seine Spiele gestaltet. Umso überraschender, dass die Serie an ungeschlagenen Spielen just gegen den abstiegsgefährdeten FCA riss. Das Bemerkenswerteste dabei: Augsburg siegte nicht zufällig und glücklich, sondern absolut verdient.
Manuel Baum hat den FC Augsburg defensiv stabilisiert
Während Augsburgs Verantwortliche in der vergangenen Saison noch bemängelten, in München keinerlei Torchance gehabt zu haben, verbuchte der FCA diesmal sogar mehr als der Gegner. Die Augsburger hatten sich dieses 2:1 nicht erschlichen, sie hatten dieses Ergebnis durch kompaktes Verteidigen und mutiges Angreifen erreicht. Beim Jahresauftakt in Mönchengladbach leistete sich der FCA einen negativen Ausreißer. Darüber hinaus allerdings hat Trainer Manuel Baum die Mannschaft stabilisiert. Sie fokussiert sich auf ihre Kernkompetenz, mit der sie in der Vergangenheit Erfolg hatte: eine stabile Defensive.
In den nächsten Partien wartet der triste Abstiegskampf
Zum richtigen Zeitpunkt zeigt die Formkurve der Augsburger nach oben. Nach der Kür wartet nun allerdings die Pflicht. In den nächsten Partien gegen St. Pauli, Mainz, Heidenheim, Wolfsburg und Köln können die Augsburger die entscheidenden Schritte Richtung Klassenerhalt tätigen. Die Spieler können beweisen, dass sie nicht nur auf der ganz großen Bühne zu Höchstleistungen fähig sind. Sondern, dass sie ebenso für den tristen Alltag im Abstiegskampf die passende Einstellung und die sportliche Qualität mitbringen.
In der Vorrunde hat der FC Augsburg die Begegnungen mit direkten Konkurrenten in der unteren Tabellenregion verloren. Diese Resultate haben sie in die missliche Lage gebracht, in der sie sich weiterhin befinden. In der Rückrunde bietet sich ihnen nun die Chance, das Gegenteil zu bewirken: Mit Erfolgen wäre der Ligaverbleib in greifbarer Nähe.
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