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FC Augsburg verliert 0:4 in Mönchengladbach

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0:4-Niederlage in Mönchengladbach: Der FCA spielt, der Gegner trifft

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    Keven Schlotterbeck hatte mit dem FCA das Nachsehen gegen Mönchengladbach.
    Keven Schlotterbeck hatte mit dem FCA das Nachsehen gegen Mönchengladbach. Foto: Marius Becker, dpa

    Als die TV-Kameras kurz vor der Halbzeit auf die Gesichter von Stefan Reuter und Michael Ströll zoomten, da waren die Gesichter des Beraters des FC Augsburg und des Geschäftsführers wie eingefroren. Und das lag nicht an den Temperaturen um den Gefrierpunkt, sondern am Spielstand. 0:3 lag der FCA bei Borussia Mönchengladbach da schon zurück. Am Ende hieß es 0:4. Der Start nach der kurzen Weihnachtspause ist für den FCA gründlich missglückt. Viel Zeit zum Grämen hat man aber nicht, schon am Donnerstag gastiert Union Berlin in der WWK-Arena.

    In Gladbach musste FCA-Trainer Manuel Baum personell einiges umstellen. Obwohl das gar nicht sein Plan war. Innenverteidiger Chrislain Matsima hatte sich während der Woche im Oberschenkel eine Sehne gerissen und wird lange ausfallen. Für ihn rückte Cedric Zesiger (wie schon beim 0:0 gegen Werder, da war Matsima gelb-gesperrt) in die Dreierkette neben Keven Schlotterbeck und Noahkai Banks. Den gelb-gesperrten Dimitrios Giannoulis ersetzte Mads Pedersen auf der linken Schiene. Aber auch im Mittelfeld musste Baum umdisponieren. Für den erkrankten Kristijan Jakic, der auf der Bank Platz nahm, beorderte er Youngster Mert Kömür ins defensive Mittelfeld, was sich später als kein guter Kniff erweisen sollte. Neuzugang Michael Gregoritsch (ausgeliehen von Bröndby) saß auf der Bank, sein Kollege Yannik Keitel (ausgeliehen vom VfB) hatte es noch nicht in den Kader geschafft.

    Mads Pedersen patzt beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach

    Es war das Duell zweier Klubs, die ihre eigenen Erwartungen bisher nicht erfüllen konnten. Deswegen wechselten auch die Verantwortlichen beider Teams die Trainer. In Gladbach wurde Gerardo Seoane durch Eugen Polanski ersetzt, in Augsburg Sandro Wagner durch Manuel Baum. Gladbach und der FCA stabilisierten sich. Trotzdem, dass Gladbach als Zwölfter mit 16 Punkten in das Spiel starten musste und der FCA als 15. mit nur 14 Zählern, war nicht so vorgesehen.

    Baum sah seine Mannschaft gut vorbereitet. „Gladbach ist eine Mannschaft, die es liebt, zu zocken. Sie haben gute, technisch versierte Spieler. Sie sind in der Lage, in einem tieferen Block zu verteidigen – das war man von Gladbach früher nicht so gewohnt. Daran haben wir unsere Lösungen angepasst.“ Die waren, wie immer sie auch geplant waren, nach 20 Minuten schon überholt. Denn da führte die bisher so heimschwache Borussia mit 2:0. Hauptdarsteller auf FCA-Seite war da der bemitleidenswerte Mads Pedersen. In der 8. Minute konnte er einen Schuss von Joe Scally, dem Cedric Zesiger viel zu viel Raum in der gefährlichsten Zone im FCA-Strafraum gelassen hatte, abblocken, doch rollte der Ball wieder zu Scally, der zum 1:0 einschob.

    Zwölf Minuten später stoppte Pedersen fast schon tölpelhaft eine schwache Hereingabe des gebürtigen Landsbergers Florian Neuhaus im eigenen Strafraum mit der Hand. Richtigerweise zeigte Schiedsrichter Harm Osmers auf den Elfmeterpunkt. Von dort aus verwandelte Kevin Diks zum 2:0 (20.) für die Hausherren.

    VAR-Entscheidung: Augsburgs Protest nach Tor von Tabakovic bleibt in Gladbach erfolglos

    Es waren zwei heftige Ohrfeigen, die die FCA-Spieler dann endlich aus ihrem Winterschlaf schreckten. Danach hatte der FCA 15 Minuten die Partie im Griff, auch ein paar durchaus ansprechende Torchancen, doch anders als die Borussia ließ man die ungenutzt. Nach 35 Minuten war dann das Spiel entschieden. Nach einer Ecke setzte sich Borussia-Stürmer Haris Tabakovic im Fünfmeterraum zuerst gegen Robin Fellhauer und dann auch noch gegen den zögerlichen Torhüter Finn Dahmen robust durch und köpfte ein. Zu robust für die Augsburger, die bei der VAR-Überprüfung eine Foul-Entscheidung forderten. Doch Schiedsrichter Osmers und seine Kollegen sahen kein Vergehen des 1,95 Meter großen Tabakovic und erkannten das 3:0 (36.) an.

    Zur Halbzeit rieben sich wohl alle im Stadion die Augen. Die Borussen-Fans, weil ihr Team zuvor insgesamt nur acht Tore im Borussen-Park erzielt hatte. Und die rund 1000 mitgereisten FCA-Anhänger, weil von der unter Manuel Baum vermeintlich wiedergewonnenen Stabilität in den ersten 45 Minuten 2026 nicht viel zu sehen war.

    Samuel Essende zurück vom Afrika-Cup

    FCA-Trainer Baum reagierte in der Pause mit einer Veränderung in der Sturmspitze. Aber nicht mit Gregoritsch, sondern mit Samuel Essende. Der war vom Afrika-Cup mit nur 16 Einsatzminuten für die DR Kongo zurückgekehrt. War also frisch. Und er belebte das FCA-Spiel auch. Genau für eine Viertelstunde. Dann erstickte Tabakovic mit seinem zweiten Kopfball-Treffer, diesmal überprüfungsfrei, und dem 4:0 (61.) das Augsburger Aufbäumen. Der FCA hatte gar nicht so schlecht gespielt, aber die Gladbacher machten die Tore. Vieles erinnerte an die Trainer-Ära von Sandro Wagner. Und das sind keine guten Erinnerungen.

    FC Augsburg Dahmen - Banks, Schlotterbeck, Zesiger - Fellhauer, Kömür (68. Jakic), Massengo, Pedersen (62. Wolf) - Rieder (46. Essende), Kade (62. Gharbi), Claude-Maurice (85. Gregoritsch)

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