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2:5 gegen Stuttgart: Der FCA ist chancenlos und muss sich wieder nach unten orientieren

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2:5 gegen Stuttgart: Der FCA ist chancenlos und muss sich wieder nach unten orientieren

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    Robin Fellhauer (links) war mit dem FCA chancenlos gegen starke Stuttgarter – hier mit Chris Führich.
    Robin Fellhauer (links) war mit dem FCA chancenlos gegen starke Stuttgarter – hier mit Chris Führich. Foto: Harry Langer, dpa

    Manuel Baum hatte nach dem richtigen Werkzeug gesucht. Für dieses dicke Brett VfB Stuttgart, wie der Trainer des FC Augsburg am Freitag gesagt hatte. Baum hatte es nicht gefunden. Es war ein ernüchternder Abend für die Augsburger. Bei der 2:5-Niederlage vor 30.660 Fans war kaum eine Besserung im Vergleich zur 0:2-Niederlage vor einer Woche in Dortmund zu erkennen. Fast im Gegenteil. Die Stuttgarter hatten wenig Mühe, sich Chancen zu erspielen. Und im Gegensatz zu ihrem Ausscheiden aus der Europa League am Donnerstag in Porto nutzten sie diese diesmal auch.

    Baum hatte seine Startformation auf zwei Positionen verändert. Innenverteidiger Noahkai Banks rückte für Arthur Chaves in die Mannschaft, im Mittelfeld bekam Elvis Rexhbecaj seine Einsatzchance. Für ihn musste Kristijan Jakic weichen. Umstellungen, die nicht zwingend einen positiven Aspekt hatten. Die Gastgeber taten sich von Beginn an schwer gegen spielstarke Stuttgarter. Der VfB hatte die Enttäuschung von Porto offenbar gut verkraftet, anders noch als in der vergangenen Saison, als die Mannschaft nach dem Aus in der Champions League in der Bundesliga einen Einbruch erlebte. Davon war am Sonntag in Augsburg nichts zu sehen.

    Der FCA präsentierte sich gegen Stuttgart arg sorglos

    Die Gäste waren von Beginn an deutlich überlegen. Schon nach wenigen Minuten hätte Deniz Undav für die Führung sorgen können, scheiterte aber an Finn Dahmen. Augsburgs Torwart rettete wenig später auch gegen den alleine vor ihm auftauchenden Nikolas Nartey. Dahmen zeigte in beiden Szenen seine Stärken in Eins-gegen-Eins-Situationen. In der 12. Minute aber war deutlich zu sehen, wo seine Probleme liegen. Eine Flanke von links versuchte er mit einem Arm zu klären, der Ball landete bei Undav. Der Nationalspieler blieb cool und schob den Ball locker ins Tor, die Gäste führten.

    Der FCA präsentierte sich weiter sorglos. So als hätte es die Warnung von Benjamin Weber vor einer Woche gar nicht gegeben. Der Sportdirektor hatte in Dortmund eindrücklich darauf hingewiesen, dass keiner glauben solle, die Saison sei gelaufen. Baum hatte unter der Woche im Training versucht, diese Gedanken zu vertreiben. Weil auch er weiß, dass es in Augsburg schon häufiger passiert ist, dass das Punkten eingestellt wurde, als die Situation vermeintlich sicher erschien. Das werde mit ihm nicht passieren, hatte Weber angekündigt. Am Sonntag sah es anders aus. Zumal die bisher 31 erreichten Punkte wohl nicht zum Klassenerhalt reichen werden.

    Die Stuttgarter jedenfalls hatten auch nach der Führung weiterhin große Lust auf Fußball. In der 29. Minute legte Tiago Tomas mit einem präzisen Schuss das 2:0 nach, Nartey erhöhte kaum zwei Minuten später auf 3:0 (31.). Kurz vor der Pause hätten die Gäste beinahe noch einen Strafstoß bekommen, Schiedsrichter Felix Zwayer aber nahm seine Entscheidung nach Begutachtung der Fernsehbilder zurück. Han-Noah Massengo hatte Stuttgarts Assignon tatsächlich nicht gefoult An einer aus Augsburger Sicht ernüchternden ersten Halbzeit aber änderte auch das nichts.

    Der FCA kommt mit Schwung aus der Kabine, das Comeback bleibt jedoch aus

    Baum reagierte mit drei Wechseln. Elvis Rexhbecaj, Noahkai Banks und Rodrigo blieben in der Kabine. Arthur Chaves, Anton Kade und Michael Gregoritsch kamen in die Partie – und mit ihnen mehr Schwung. Der FCA erspielte sich plötzlich Chancen, Fabian Rieder nutzte eine zum 1:3 (57.). Was für Hoffnung hätte sorgen können, verpuffte recht schnell wieder. Weil die Stuttgarter prompt antworten, Undav erzielte das 1:4 (58.). Die VfB-Fans feierten, sie waren zahlreich nach Augsburg gekommen.

    Die Augsburger können immerhin für sich reklamieren, den zweiten Durchgang etwas offener gestaltet zu haben. Ob aus eigener Stärke oder wegen Stuttgarter Zurückhaltung, sei dahingestellt. Es gelang sogar noch der Treffer zum 2:4 (71.) durch Anton Kade. An der dritten Niederlage in Folge aber änderte auch das nichts mehr, zumal Ermedin Demirovic noch das 5:2 (83.) nachlegte. Zumindest zeigten die Augsburger Spieler aber in Hälfte zwei, dass sie den Ernst der Lage erkannt haben. Dass ihnen offenbar bewusst ist, dass es mit Leistungen wie in Dortmund vor einer Woche oder in der ersten Halbzeit gegen Stuttgart schwer wird, zu Punkten in der Bundesliga zu kommen. Jetzt steht erst einmal die Länderspielpause an, ehe es an Ostern mit dem Spiel beim Hamburger SV weitergeht.

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