Als der FCA Ende September mit 1:2 beim 1. FC Heidenheim verlor, schrillten zum ersten Mal die Alarmglocken und signalisierten, dass der neu eingeschlagene Weg mit Trainer Sandro Wagner vielleicht doch in eine Sackgasse führt. Null Punkte aus den Spielen gegen Pauli, Mainz und Heidenheim waren ernüchternd.
Etwas mehr als vier Monate später signalisiert der 1:0-Sieg gegen Heidenheim etwas anderes: es ist zwar noch nicht der finale Befreiungsschlag, aber der FCA hat unter Trainer Manuel Baum seine Identität wiedergefunden, seinen Augsburger Weg, um in der Bundesliga bestehen zu können. Mit harter Arbeit und viel Resilienz. Mit der Fähigkeit, auch Spiele zu gewinnen, die nicht schön anzusehen sind.
Die WWK-Arena ist wieder eine Festung
Fast genauso wichtig wie die drei Punkte sind die Erkenntnisse, dass der FCA auch direkte Mitkonkurrenten im Abstiegskampf im Zaum halten kann und die WWK-Arena wieder schwer einzunehmen ist. Es war das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage. Der FCA hat St. Pauli nach Rückstand geschlagen, Heidenheim nach zähem Ringen bezwungen. Das Team kann mit Selbstvertrauen in die Duelle mit Wolfsburg und Köln gehen.
Der FCA braucht keinen Trainer, der das Goldene vom Himmel verspricht
So langsam kann sich die sportliche Führung auf der Suche nach dem neuen Trainer machen. Sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind ein gutes Polster. Der FCA muss die Suche nach dem neuen Trainer vor allem mit Realitätssinn angehen. Es nützt nichts, wenn der Kandidat vorgibt, die Träume und Wünsche der Vereinsoberen sofort bedienen zu können. Wenn er sagt, drei Schritte auf einmal sind kein Problem. Der FCA braucht keinen, der das Goldene vom Himmel verspricht. Der braucht einen Trainer, der zum FCA passt. Vielleicht ist der ja schon da.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren