Es überhaupt in den norwegischen Langlaufkader zu schaffen, gleicht schon einer Herkulesaufgabe. Es in diesem hochkarätigen Team dann zum unangefochtenen Star zu bringen, gelingt nur den wenigsten. Johannes Høsflot Klæbo hat es geschafft. Das 29-jährige Aushängeschild der Norweger mischt seit knapp zehn Jahren die Langlaufszene auf, wie es kaum ein anderer vor ihm tat. 25 WM- und Olympiamedaillen hängen in seiner Trophäensammlung, und auf den Strecken von Tesero im Val di Fiemme kann der Osloer einen nächsten Meilenstein erreichen.
Klæbo gehört auf jeder Strecke zu den Favoriten
Und diesen hat Bjørn Dæhlie gesetzt: Das große norwegische Langlauf-Idol ist mit achtmal Gold bei Olympia noch immer der erfolgreichste seines Fachs, Klæbo hat deren fünf vorzuweisen. Startet der aktuelle Gesamtweltcupführende in allen Disziplinen, kann er diesen Rekord brechen und zu einem der Stars der Spiele in Mailand und Cortina aufsteigen. Im Bereich des Möglichen ist das allemal. Grund dafür ist die sportliche Entwicklung Klæbos. Vom reinen Sprintspezialisten mauserte er sich über die Jahre zum Allrounder, dem auch die „langen Kanten“, wie die 50 Kilometer, nichts mehr anhaben können.
Hinzu kommt, dass er die Fähigkeit besitzt, im klassischen Stil, so wie in der Skatingtechnik, gleichermaßen stark zu laufen. Gepaart mit seiner akribischen Analyse der Streckenführung, können die Medaillen nur über den Norweger gehen. Die größte Konkurrenz kommt dabei aus dem eigenen Lager. Unter den besten neun im Weltcup stehen momentan sechs Läufer aus dem hohen Norden.
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