Wer sich in den vergangenen Jahren mit dem alpinen Skisport auseinandergesetzt hat, kam an Marco Odermatt nicht vorbei. Sei es nun auf der Piste oder vor den Endgeräten. Er ist der unumstrittene Dominator im Weltcupzirkus, holte bereits viermal den Gesamtweltcup und jetzt soll in Bormio die Olympiamedaillensammlung erweitert werden. 2022 in Peking sicherte sich der 28-Jährige die Goldplakette im Riesenslalom. Doch dieses Mal wird er nicht nur im technischen Riesentorlauf als Favorit auf die legendäre „Pista Stelvio“ gehen. Mittlerweile ist er auch in den Speed-Disziplinen Super-G und Abfahrt der Rennläufer, den es zu schlagen gilt.
Klares Ziel: Odermatt will bei Olympia 2026 Gold in der Abfahrt
Es ist die Vielseitigkeit, die den Schweizer ausmacht und seinen Kontrahenten Kopfzerbrechen bereitet. „Ein wenig lästig ist er schon, immer gewinnt er“, sagte einst der norwegische Skistar Alexander Kilde über ihn. Eine Aussage, die wohl fortwährend Bestand haben wird. In dieser Saison stand er schon wieder zehnmal ganz oben im Weltcup und führt die Gesamtwertung so gut wie uneinholbar an. Beim diesjährigen Abfahrtsklassiker in Kitzbühel musste er jedoch dem Italiener Giovanni Franzoni den Vortritt lassen, was ihn mächtig wurmte.
Womöglich gibt ihm diese Niederlage jetzt den letzten Motivationsschub für Olympia. Schon im Vorfeld ließ Odermatt verlauten, dass Abfahrtsgold für ihn oberste Priorität habe. Keine guten Nachrichten also für die Konkurrenz, wenngleich der traditionell eisige Untergrund in Bormio selbst für Alpin-Gott „Odi“ eine große Herausforderung darstellen wird.
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