Im Allgäu schlägt das Herz der deutschen Kombinierer, besser gesagt: in Oberstdorf. Alle drei DSV-Starter, die es bei Olympia richten sollen, stammen aus der beschaulichen Alpenortschaft. Ein lokales Phänomen, das unablässig mit einem Namen in Verbindung steht: Vinzenz Geiger. Den Gesamtweltcup, zweimal Olympiagold und einen Weltmeistertitel kann der akribische Arbeiter sein Eigen nennen. Siegerehrungen ohne den 28-Jährigen haben an Seltenheitswert gewonnen in der Welt der Nordischen Kombination, die das Skispringen mit dem Langlauf vereint.
Vinzenz Geigers Laufstärke ist bei Olympia der große Trumpf
Doch ausgerechnet die Olympiasaison begann für Geiger mit einem Rückschlag. Im November schlug das Verletzungspech zu und bescherte der deutschen Medaillenhoffnung eine empfindliche Zwangspause. Mit solch einer Hiobsbotschaft mitten in der Vorbereitung auf das wichtigste Sportereignis des Jahres ist schwer umzugehen. Geiger machte das Beste daraus, kämpfte sich zurück und gewann kurz nach seiner Rückkehr im Januar den Weltcup in Ramsau.
Trotz allem stapelt der Oberstdorfer tief. Er sehe sich wegen der Verletzung immer noch in der Vorbereitungsphase auf den Jahreshöhepunkt. Nun wolle er den Druck in Energie umwandeln. Schafft es Geiger bei Olympia, mit einer starken Laufform an den Start zu gehen, um seine kleinen Schwächen auf der Schanze auszumerzen, gehört er zu den großen Podiumskandidaten mit Starpotenzial.
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