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Kommentar zu Leipzig-FCA: FC Augsburg erarbeitet sich Respekt dank Trainer Baum

Kommentar

Der FC Augsburg hat sich in Leipzig Respekt verschafft – auch dank Trainer Baum

Robert Götz
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    Der FCA agierte in Leipzig nicht nur auf Augenhöhe, FCA-Torhüter Finn Dahmen diskutierte auch so mit Christoph Baumgartner.
    Der FCA agierte in Leipzig nicht nur auf Augenhöhe, FCA-Torhüter Finn Dahmen diskutierte auch so mit Christoph Baumgartner. Foto: Nordphoto GmbH, Alexander Trienitz

    Wer den FC Augsburg zu den zehn Auswärtsspielen in Leipzig begleitet hat – und das sind nicht so viele, denn die aktive Fanszene boykottiert dieses Spiel – hat sich am Samstag verwundert die Augen gerieben. Bisher mussten die FCA-Fans bei den Partien in der Dosenhochburg meistens sehr leidensfähig sein. Da war es auch egal, wie die Trainer hießen. Jess Thorup ging im August 2024 mit seiner Mannschaft mit 0:4 unter. Auch das 0:3 mit Enrico Maaßen im September 2023 war schmerzlich anzusehen, da stand das Endergebnis schon nach knapp einer halben Stunde fest. Und im Mai 2022 verlor Markus Weinzierl im vorletzten Saisonspiel mit seiner Elf mit 0:4. Leipzig war eigentlich nie eine Reise wert.

    Der FCA hatte die besseren Torchancen

    Natürlich war RB auch am Samstag aufgrund der individuellen Klasse dem FCA überlegen, hatte 60 Prozent Ballbesitz, doch noch nie hat sich eine FCA-Mannschaft so viele Chancen in Sachsen erarbeitet. Noch nie war RB im eigenen Stadion so in Bedrängnis. Der X-Goal-Faktor lag laut bundesliga.de bei 2.92 zu 2.45. Zu Gunsten des FCA.

    Zwar reichte es wieder nicht zum ersten Sieg, doch mit seinem Auftreten hat sich der FCA gehörig Respekt verschafft. Es war ein mutiger FCA, der aber nicht blind drauflos stürmte. Der aber auch nicht einfach nur das Spiel zerstören wollte. Es war ein FCA, der auf seinen Stärken aufbauend aus einer disziplinierten Defensive mit klugem Umschaltspiel die Leipziger immer wieder in Bedrängnis brachte. Und man spricht hier von einem Team, dessen Minimalziel die Champions League ist, dessen Kaderwert (434 Mio. Euro) weit über dem des FCA (146 Mio) liegt.

    Trainer Manuel Baum hat es in den drei Monaten, seit er das Amt von Wagner übernommen hat, geschafft, die richtige Balance in der Ausrichtung der Mannschaft zu finden. Auf jeden Fall hat der FCA bewiesen, dass er auch gegen die Top-Teams der Liga bestehen kann. Wo das in dieser Saison noch hinführen kann, wird man sehen. Wichtig ist es, vom Rand der Abstiegszone wegzubleiben.

    FCA spielte 2019 mit Trainer Manuel Baum 0:0 in Leipzig

    Übrigens, der einzige Punktgewinn in Leipzig gelang dem FCA mit Trainer Manuel Baum am 9. März 2019 mit einem 0:0. Die Spielwertung des Kickers damals: „Eine zähe, ereignisarme und fußballerisch über weite Strecken unansehnliche Partie, war das Eintrittsgeld nicht wert.“ Aber das ist lange her.

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