In den USA und Kanada nennen sie Leon Draisaitl „The German Gretzky“, „King Leon“ oder „The Storm“. Erwähnt man in Deutschland seinen Namen, kommen bis heute oftmals fragende Blicke zurück. Hier herrscht dringend Aufklärungsbedarf: Der 30-jährige Kölner gehört nämlich seit geraumer Zeit zu den besten Eishockeyspielern auf dem Planeten. Im eigenen Land ist er unbestritten der beste aller Zeiten. In gut 800 NHL-Spielen markierte der Center bisher über 1000 Scorerpunkte.
Leon Draisaitl und das DEB-Team wollen sich bei Olympia nicht verstecken
Schon früh war zu erkennen, dass dieser „Kölsche Jung“ das Zeug zum Weltstar hat. In der Jugend der Kölner Haie scorte der Linksschütze, wie er wollte. Der Weg führte ihn weiter nach Nordamerika zu den Edmonton Oilers, wo er mit Connor McDavid eines der schlagkräftigsten Duos der NHL-Geschichte bildet. Jetzt will er als unangefochtener Leader des DEB-Teams den Olympischen Spielen seinen Stempel aufdrücken.
Vor acht Jahren in Pyeongchang holte die deutsche Nationalmannschaft sensationell Silber. Draisaitl stand, wie viele andere NHL-Stars, damals nicht auf dem Eis, da die beste Liga der Welt keine Spieler nach Fernost schickte. In Mailand hingegen sind sie alle dabei, umso schwieriger wird eine Wiederholung des Coups von 2018. Die Deutschen bekleiden in Italien ganz klar die Rolle des Underdogs. Schafft es ein Leon Draisaitl in die Köpfe der gegnerischen Torhüter, ist dennoch einiges möglich. Olympia schreibt ja bekanntlich seine eigenen Geschichten.
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