„Nach der Saison wird Schluss sein.“ Nun herrscht also Gewissheit: Franziska Preuß beendet in diesem Jahr ihre aktive Laufbahn und zieht einen Schlussstrich unter ihre erfolgreiche Biathlonkarriere. Bei Olympia geht die derzeit beste deutsche Skijägerin aber noch einmal in die Loipe, um die ersehnte Einzelmedaille zu erringen. Vorausgesetzt, die Gesundheit spielt mit. Ein Thema, das die Bayerin seit dem Einstieg in den Leistungssport begleitet.
Eine Biathlonkarriere voller Höhen und Tiefen
Hartnäckige Infekte kosteten Preuß etliche Weltcupstarts und ließen die 32-Jährige tiefe mentale Täler durchschreiten. Aufgeben war dabei nie eine Option für die sichere Schützin. Auf Niederlagen folgen bekanntlich Siege, und Preuß lieferte. Im Frühjahr 2025 holte sie im Herzschlagfinale von Oslo den Gesamtweltcup gegen die Französin Lou Jeanmonnot und schrieb sich endgültig in Geschichtsbücher des Biathlonsports ein. Bücher, denen Preuß noch ein weiteres und krönendes Kapitel hinzufügen möchte.
Auf den olympischen Strecken von Antholz visiert sie das Podest an und will dem schwächelnden deutschen Biathlonteam bei der Medaillenjagd unter die Arme greifen. Motivation kommt dabei nicht nur aus dem DSV-Lager. Ihr Lebenspartner und Ex-Biathlet Simon Schempp errang bei den Spielen in Pyeongchang 2018 Silber im Massenstart und ist seiner Freundin damit einen Schritt voraus. Bleibt Preuß gesund, dann hängt womöglich bald eine weite Medaille in ihrem gemeinsamen Haus in Ruhpolding.
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