Die Jugend ist um einiges zu beneiden. Beispielsweise um ihren gesegneten Schlaf. Matratzen-Horchdienst bis zehn Uhr vormittags geht im Alter nicht mehr. Es kreisen die Gedanken um Sorgen und Nöte. Bei Tageslicht betrachtet, entpuppen sich die Probleme zwar nicht selten als Problemchen. Um die ungestörte Nachtruhe ist es da schon geschehen. Abhilfe verspricht die 3-2-1-Regel. Drei Stunden vor dem Schlafengehen kein Essen oder Alkohol mehr. Zwei Stunden vorher keine Arbeit. Und eine Stunde vor der Heia keine Bildschirmzeit mehr am Fernsehen oder Handy. Wer trotzdem unter seniler Bettflucht leidet, daddelt am Computer oder surft durch das weltweite Netz und landet bei der Erwachsenen-Unterhaltung. Auch der Papst wischt um drei Uhr morgens über einen Bildschirm, wie italienische Medien berichten.
Internetnutzer entdeckten zufällig die Aktivitäten von Leo XIV. zu unchristlicher Zeit und wollten wissen, was das Oberhaupt der katholischen Kirche im Vatikan frühmorgens treibt. Ihnen war aufgefallen, dass der 70-Jährige nachts noch wach ist und eine bestimmte App nutzt. Die Zeitung La Repubblica berichtet, dass Pontifex Robert Prevost zur Sprachlern-App Duolingo zurückgekehrt ist und sich als User „Robert“ einwählt. Sein Bruder John Prevost bestätigte gegenüber der katholischen Online-Zeitung National Catholic Reporter: „Er lernt gerade Deutsch.“ Offenbar seit drei Monaten. Umgehend wird spekuliert, ob ein Deutschland-Besuch geplant ist.
Papst Leo gilt als Sprachtalent. Neben seiner Muttersprache Englisch beherrscht der US-Amerikaner auch Französisch, Portugisisch und Spanisch fließend. Wer im Auftrag des Herrn unterwegs ist, muss nachts nicht Schäfchen zählen. Er muss mit ihnen reden können.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren