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Radsport: Mountainbikerin Leonie Daubermann hat viel aufzuholen

Radsport

Mountainbikerin Leonie Daubermann hat viel aufzuholen

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    Leonie Daubermann fuhr beim Mountainbike-Weltcup im tschechischen Nove Mesto auf Platz 33.
    Leonie Daubermann fuhr beim Mountainbike-Weltcup im tschechischen Nove Mesto auf Platz 33. Foto: Piotr Staron

    Dass es beim ersten Weltcup-Lauf der Saison nicht für eine Top-Platzierung reichen würde, war Leonie Daubermann schon vor dem Start beim olympischen Cross-Country-Wettbewerb im tschechischen Nove Mesto klar. Und so war die 23-jährige Profi-Mountainbikerin aus Gessertshausen bei Augsburg mit ihrem 33. Platz am Ende nicht unzufrieden. „Nach meinem Kreuzbandriss im September bei der WM konnte ich keine Weltcup-Punkte mehr sammeln und musste darum vom Startplatz 50 oder so starten. Und auf der schnellen Strecke hier war das Vorkämpfen nicht so einfach.“

    Die KTM-Factory-MTB-Team-Fahrerin holte Platz um Platz auf

    Schon am ersten Trail staute sich das Feld, Daubermann verlor gleich eine Minute. Doch die KTM-Factory-MTB-Team-Fahrerin holte Platz um Platz auf. Nach knapp 1,5 Stunden auf dem technisch anspruchsvollen Rundkurs war Daubermann mit 5:23 Minuten Rückstand auf die niederländische Siegerin Puck Pieterse (Alpecin-Deceuninck) die beste deutsche Fahrerin. „Auf nationaler Ebene habe ich schon mal die stärkste Leistung gezeigt“, freute sich Daubermann, die amtierende deutsche Meisterin. Das ist für sie wichtig für eine mögliche Qualifikation für die Olympischen Spiele in Frankreich. Die sind zwar erst 2024, doch schon jetzt geht es darum, sich gut zu positionieren. 

    Leonie Daubermann fuhr mit einem Kreuzbandriss bei der Mountainbike-WM 2022 in Les Gets

    Im August 2022 war Daubermann bei der letzten Strecken-Besichtigung der WM-Strecke in Les Gets in den französischen Alpen gestürzt. Trotzdem ging sie damals an den Start. „Da es eine WM war, wollte ich unbedingt teilnehmen. Aber im Rennen musste ich einfach einsehen, dass der Schmerz zu groß war. Später stellte man dann fest, dass ich mir einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.“ Der wurde konservativ behandelt. 

    Rund neun Monate später muss sich die Fahrerin der deutschen Nationalmannschaft im Weltcup erst wieder nach vorn kämpfen. „Es ist klar, dass ich erst einmal wieder Punkte sammeln muss, um weiter vorn starten zu können.“ 

    Luisa Daubermann ging mit Trainingsrückstand an den Start

    Auch ihre 20-jährige Schwester Luisa (Trek-Future-Racing) hatte in Nove Mesto beim U23-Rennen mit Problemen zu kämpfen. Sie war Anfang April beim Marlene-Südtirol-Sunshine-Race in Nalles gestürzt. Die Wunden am Knie und Ellenbogen mussten genäht werden. Der Heilungsprozess verlief nicht optimal, die Narben entzündeten sich, Daubermann musste mit dem Training aussetzen. „Es war schon ein Erfolg, dass sie an den Start gehen konnte“, erzählt Leonie Daubermann. Am Ende belegte Luisa Daubermann Platz 30. „Für Luisa war es einfach wichtig, diese Erfahrung mitzunehmen“, sagt Leonie Daubermann. 

    Luisa  und Leonie Daubermann (von links) trainieren oft in Südtirol.
    Luisa und Leonie Daubermann (von links) trainieren oft in Südtirol. Foto: Reschenpass

    Für die Geschwister, die beim VC Lechhausen Mitglieder sind, geht es schon am Wochenende bei Rennen in Tschechien weiter. Der nächste Weltcup findet dann vom 9. bis 11. Juni in Lenzerheide (Schweiz) statt. Und da will Leonie Daubermann schon von weiter vorn starten. 

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