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TSG Hoffenheim: Kader-Probleme und Trainerfragen vor der neuen Bundesligasaison

Bundesliga-Serie

Jede Menge Problemzonen bei der TSG Hoffenheim

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    TSG-Coach Ilzer steht von Anfang an unter Beobachtung. Bei den Wettquoten ist der 47-Jährige der Favorit auf die erste Trainerentlassung. 
    TSG-Coach Ilzer steht von Anfang an unter Beobachtung. Bei den Wettquoten ist der 47-Jährige der Favorit auf die erste Trainerentlassung.  Foto: Uwe Anspach/dpa

    In der vergangenen Saison hat die TSG Hoffenheim mehr Geld denn je für Neuzugänge ausgegeben (76 Millionen Euro), um schlechten Fußball mit schlechten Ergebnissen (Rang 15) zu kombinieren. Gerade so blieben die Kraichgauer in der Liga.

    Wo ist die TSG Hoffenheim aktuell Spitze?

    Anfang Juli zählte die TSG Hoffenheim mit ihrem XXL-Kader nahe der 40 Mann zu den Top Fünf weltweit bei der Kadergröße. Der Kader war so groß, dass sich Spieler im Trainingszentrum teilweise auf dem Gang umziehen mussten, wie zu hören war. Der Verschlankungsprozess läuft, mit 32 Spielern ging es ins Trainingslager nach Seefeld (Österreich). Die einstigen Leistungsträger Dennis Geiger und Florian Grillitsch wurden ebenso aussortiert wie Ex-Nationalstürmer und 14-Millionen-Euro-Einkauf, Mergim Berisha. „Um richtig schlagkräftig zu sein, brauchen wir einen gesunden Konkurrenzkampf, aber keinen übergroßen. Der Kader ist riesig, wir haben schon noch ein bisschen was zu tun“, sagt Trainer Christian Ilzer. 

    Was sind die Problempositionen im TSG-Kader?

    Eine Hoffenheimer Startelf nur aus Stürmern wäre derzeit möglich. Eine nur mit Innenverteidigern, so wie noch vor einigen Wochen, mittlerweile nicht mehr. Eine 10-0-0-Formation oder ein 0-0-10, das wird es nicht geben. Mehr Abwehrstabilität muss auf jeden Fall her. In der Offensive herrscht viel Frustpotenzial, weil sich durch Leih-Rückkehrer Fisnik Asllani (SV Elversberg) und Neuzugang Tim Lemperle (1. FC Köln) der Positionskampf verschärft hat. Ziel ist, dass auf jeder Position ein Youngster/Eigengewächs einem Arrivierten Druck macht. Durch die schwere Verletzung von Rechtsverteidiger Valentin Gendrey (Knöchelbruch) klemmt es dort plötzlich.

    Wie soll der neue Hoffenheimer Weg aussehen – und wohin führen?

    Christian Ilzer sprach im Frühjahr mitten im Abstiegskampf davon, in fünf Jahren mit Hoffenheim um den deutschen Meistertitel spielen zu wollen. Sportchef Andreas Schicker will „in zwei, drei Jahren um die internationalen Plätze spielen.“ Statt wie zuletzt mit Transferflops Marktwerte zu vernichten, sollen diese geschaffen werden. „Die Vielzahl der TSG-Spieler muss hier den nächsten Schritt machen können, den Club wieder als Sprungbrett begreifen“, sagt Andreas Schicker.

    Warum darf Trainer Christian Ilzer trotz der schwachen Rückrunde überhaupt weitermachen?

    Nur fünf Siege in 24 Ligaspielen holte der Grazer Meistertrainer seit vergangenem November. In Sportchef Andreas Schicker hat der Österreicher einen großen Fürsprecher. Es gab schon viele TSG-Trainer, die mit besserem Punkteschnitt als 0,96 gehen mussten. Aber welcher Neue garantiert denn, dass es besser läuft? Die Hoffenheimer Führungsspitze ist zu dem Resultat gekommen, dass es nicht am Trainer liegt, sondern ein strukturelles Problem existiert. „Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass wir in fünf Spielzeiten jedes Jahr im Schnitt mehr 60 Gegentore kassieren unter vier verschiedenen Trainern und mit gefühlt 15 verschiedenen Abwehrspielern“, sagt Markus Schütz als Vorsitzender der Geschäftsführung.

    Die TSG geht in ihr 18. Erstligajahr in Serie: Was ist drin?

    Dem Kaderwert und Gehaltsbudget nach sollten die Kraichgauer im sicheren Mittelfeld landen. Die Abgänge der Leistungsträger Tom Bischof (FC Bayern, ablösefrei) und Anton Stach (Leeds United, 20 Millionen Euro) sind jedoch schwer zu kompensieren. Wie schon vor einem Jahr wird es dauern, bis sich der Kader im Dauerumbruch gefunden hat. Braucht das zu lange, droht Christian Ilzer das Aus. Bei den Wettquoten ist der 47-Jährige der Favorit auf die erste Trainerentlassung.

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