Wenn der FC Augsburg spielt, dann spielen die „Augschburger“ – zumindest, wenn man es mit den einheimischen Fans hält. Eine Bezeichnung, die auf den schwäbischen Dialekt zurückgeht, der in Augsburg allgegenwärtig ist. Doch auch über die Stadtgrenzen hinaus hat der Bundesligist Spitznamen und Bezeichnungen, die Fußball-Fans für den Klub verwenden. Wir stellen sie vor.
Welchen Spitznamen hat der FC Augsburg?
Wenn man es genau nehmen möchte, dann ist der Name „FC Augsburg“ bereits ein Spitzname – oder zumindest eine Abkürzung. Der eigentliche Klubname lautet „Fußball-Club Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA“, wie aus dem Impressum der Vereinswebsite zu entnehmen ist. Vielen Fußball- und FCA-Fans ist aber auch die geläufige Abkürzung schon etwas zu lang, sie greifen dann zum wohl bekanntesten Spitznamen des Vereins, in dem auch der Stadtname mit einem Buchstaben abgekürzt wird: „FCA“.
Wer sich dem FC Augsburg zugehörig fühlt, der gehört zudem zu den „Rot-Grün-Weißen“. Der Spitzname wird für Spieler, Fans und Klub gleichermaßen verwendet und geht auf die Vereinsfarben zurück. Die drei Farben wurden nicht zufällig ausgewählt, sie finden sich auch im Augsburger Stadtwappen wieder. Im Sport, und vor allem im Fußball, ist es üblich, einen Klub und dessen Spieler und Anhänger nach den Vereinsfarben zu benennen.
Die Augsburger werden im Fußball auch als „bayerische Schwaben“ bezeichnet. Ein Spitzname, der auf die Lage und Bedeutung der Stadt zurückgeht. Augsburg ist Sitz des Regierungsbezirks Schwaben, der Bezirk gehört zum Freistaat Bayern.
Übrigens: Bei Spielen des FC Augsburg gegen den VfB Stuttgart kommt es zum „Schwaben-Derby“. Die Fans der Augsburger unterhalten aber auch Fanfreundschaften, teils über die Landesgrenzen hinaus.
FC Augsburg: Spitzname mit historischem Bezug zur „Fuggerstadt“
In der Fußballberichterstattung werden Sie immer wieder über die Bezeichnung „Fuggerstädter“ stolpern, die für den FC Augsburg und seine Spieler verwendet wird. Der Spitzname geht auf die Geschichte der Stadt Augsburg zurück, die auch als „Fuggerstadt“ bekannt ist.
Die Fugger, die ihr Vermögen ursprünglich vor allem durch den Baumwollhandel erwirtschafteten, prägten Augsburg wie keine andere Familie und sorgten im 16. Jahrhundert dafür, dass sich die Stadt zu einem der bedeutendsten Handels- und Finanzzentren Europas entwickelte, wie auf der Website der Stadt Augsburg nachzulesen ist. Allen voran Jakob Fugger, genannt „der Reiche“, erlangte große Berühmtheit. Er beeinflusste als Bankier, der die Habsburger unterstützte, von Augsburg aus maßgeblich die europäische Politik.
Jakob Fugger gab sein Geld auch für karitative Zwecke aus. 1521 stiftete er die Fuggerei, eine der ältesten Sozialsiedlungen der Welt, die noch heute erhalten ist. Derzeit leben in der Fuggerei, die eine der größten Touristenattraktionen der Stadt darstellt, rund 150 Menschen – und zwar für eine Kaltmiete von 0,88 Euro im Jahr, wie die offizielle Website der Fuggerei informiert.
Für den FC Augsburg ist die Besinnung auf die Tradition der Stadt seit jeher wichtig. „Der Begriff ist längst zu einem festen Bestandteil der sportlichen Identität geworden und unterstreicht die enge Verbindung zwischen Verein, Stadt und Geschichte“, ist auf der FCA-Website bezüglich des Spitznamens „Fuggerstädter“ zu lesen. Diese Haltung unterstrich der Klub jüngst mit dem Sondertrikot „Fuggerstadt“, das Anfang 2026 auf den Markt gebracht wurde. Zu Ehren Jakob Fuggers, dessen Todestag sich am 30. Dezember 2025 zum 500. Mal jährte.
Auch interessant: Der FC Augsburg hatte mal ein Maskottchen, das sich aber nur kurz hielt.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren