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WM 2026: So geht der DFB in den finalen Test gegen die USA

WM 2026

Die Generalprobe steht an: So geht der DFB in den finalen Test gegen die USA

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    Genug der Autogramme, wie hier beim letzten Auftritt in Deutschland. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Nationalelf steht das letzte Testspiel an.
    Genug der Autogramme, wie hier beim letzten Auftritt in Deutschland. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Nationalelf steht das letzte Testspiel an. Foto: Federico Gambarini, dpa

    Das Gute am Sport allgemein und im Fußball im Speziellen ist, dass sich die Welt in 90 Minuten plus Nachspielzeit schnell ändern kann. Zwei Halbzeiten genügen, um zu einem doch recht anderen Fazit über ein und dieselbe Sache zu kommen. Idealerweise aus Sicht der deutschen Nationalmannschaft stehen am Samstagabend deutscher Zeit eben solche 90 Minuten an. Um 20.30 Uhr deutscher Zeit (live bei RTL) spielt die DFB-Auswahl gegen das WM-Gastgeberland USA und will den 600. Sieg ihrer Länderspielhistorie einfahren. Für beide Länder ist es die Generalprobe vor dem Turnierstart – und idealerweise dreht sich die Stimmung in Deutschland nach dieser Partie ins Positive. Derzeit ist die eher verhalten, wie eine Umfrage belegt.

    Nur 15 Prozent der deutschen Bevölkerung glauben daran, dass Deutschland sich im Finale Mitte Juli zum neuen Weltmeister krönen wird. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ hervor. Am wahrscheinlichsten halten die Befragten ein Aus im Viertelfinale (33 Prozent), wo auch bei der Heim-Europameisterschaft vor zwei Jahren Endstation für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann war.

    Bundestrainer Nagelsmann und seine Spieler sprechen vom Titelgewinn

    Der hatte damals noch direkt nach dem Ausscheiden angekündigt, nun eben diese Weltmeisterschaft gewinnen zu wollen. Ein Ansinnen, auf das der Bundestrainer zuletzt immer häufiger angesprochen wird und das er als Zielsetzung auch verteidigt. Beim letzten Test in Deutschland, dem 4:0-Sieg gegen Finnland in Mainz, sprachen auch die Spieler vom Titel. Kapitän Joshua Kimmich etwa sprach vom breiten Kader, der für den Titel benötigt werde: „Man wird das Turnier nicht mit elf Spielern gewinnen.“ Und Stürmer Deniz Undav wollte von einem Erfolg nach dem Testspielsieg nichts wissen: „Ein Erfolg ist es, wenn wir das Ding in den USA gewinnen.“

    Ein Erfolg gegen die durchaus ambitionierte Gastgebermannschaft aus den USA wäre ein positives Signal. Das Team, in dem in Europa bekannte Spieler wie Weston McKennie (Juventus, ehemals Schalke), Christian Pulisic (AC Milan, ehemals BVB) oder Malik Tillman (Leverkusen) stehen, wird vom ehemaligen Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino betreut. Der Argentinier hat angesichts des 16. Weltranglistenplatzes seiner Mannschaft und zuletzt acht Niederlagen in Folge gegen europäische Teams noch weniger Grund, vom WM-Titel zu reden als sein deutscher Gegenüber. Dennoch hatte er sich noch im März nahezu grenzenlos optimistisch gezeigt, was einen etwaigen Cup-Gewinn seiner Mannschaft angeht. „Warum nicht wir? Wir müssen wirklich daran glauben, dass wir da sein können.“

    Das Wettrennen um Manuel Neuer: Wird der Torwart rechtzeitig fit?

    Ob beim deutschen Team einer da sein wird, dessen Rückkehr große Wellen verursacht hatte, ist hingegen noch fraglich. Wie der DFB bekannt gab, befindet sich Torwart Manuel Neuer nach seiner Wadenverletzung „weiter im Belastungsaufbau“. Ob der 40-Jährige es rechtzeitig zur Generalprobe gegen die USA und zum WM-Auftakt gegen Curacao schafft, ist unklar. Neuer hatte am 16. Mai beim letzten Ligaspiel gegen den 1. FC Köln ein letztes Spiel gemacht, musste nach 60 Minuten wegen einer Verletzung an der Wade ausgewechselt werden und arbeitet seitdem an seinem Comeback.

    Für Nagelsmann, der zugunsten des Neuer-Comebacks in der Nationalmannschaft seine bisherige Nummer eins Oliver Baumann abstufte, eine unbefriedigende Situation. Dass es mit einem Einsatz Neuers knapp werden könnte, dürfte Nagelsmann schon bei der Kadernominierung gewusst haben. Dabei versuchte der Coach, Druck aus der Personalie zu nehmen. „Wenn es mit Manu viele Spiele werden, sind wir glücklich. Wenn es weniger werden, haben wir mit Oliver Baumann einen, der es genauso gut machen wird wie bei der WM-Qualifikation.“ Wichtig sei es, bekräftigte Nagelsmann, dass Neuer da sei, wenn es drauf ankomme – in den K.-o.-Spielen, von denen es diesmal dank des neu eingeführten Sechzehntelfinales noch eines mehr als sonst gibt.

    Der FC Bayern soll sich mit Nathaniel Brown einig sein

    Unterdessen mehren sich die Anzeichen dafür, dass Neuer beim FC Bayern einen neuen Teamkollegen bekommen wird, mit dem er sich aktuell in den USA befindet. Einem Bericht von Bild und Sky zufolge will der FC Bayern Linksverteidiger Nathaniel Brown verpflichten und sich auch grundsätzlich einig mit dem 22-jährigen Frankfurter sein. Bayern-Trainer Vincent Kompany soll sich bereits während seiner Zeit beim FC Burnley für den Außenbahnspieler interessiert haben. Brown gab sich dazu in einer Medienrunde des DFB vielsagend bedeckt: „Ich konzentriere mich voll und ganz auf die WM, deswegen werde ich das heute auch nicht kommentieren.“ Das wiederum ist manchmal vielsagender als mancher Kommentar.

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