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Shakira, Mexiko und eine Sicherheitszone rund um das Stadion: Die WM ist eröffnet

WM 2026

Shakira, Mexiko und eine Sicherheitszone rund um das Stadion: Die WM ist eröffnet

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    Die Mega-WM ist gestartet: Im Azteken-Stadion fand am Donnerstagabend deutscher Zeit die Eröffnungsfeier statt.
    Die Mega-WM ist gestartet: Im Azteken-Stadion fand am Donnerstagabend deutscher Zeit die Eröffnungsfeier statt. Foto: Tom Weller, dpa

    Die größte Fußball-WM aller Zeiten ist seit Donnerstagabend deutscher Zeit auch offiziell eröffnet. Mit einer Feier im legendären Azteken-Stadion läutete Mexiko den Start des Turniers ein. Die Party kam mit einer halben Stunde recht kompakt daher, begeisterte die Zuschauer aber mit einer farbenfrohen Mischung aus Popsongs und mexikanischer Kultur – wobei der Auftritt des Popstars Shakira den Abschluss bildete.

    Kompaktheit ist hingegen nicht das, was man von der Weltmeisterschaft sagen kann. Das Turnier ist mit 48 Mannschaften, einer Dauer von fast sechs Wochen und 104 Partien das bisher größte der Geschichte. Es könnte auch zum kontroversesten aller Zeiten werden. Denn einfach und unkompliziert war auch im Vorfeld der Eröffnungsfeier nichts – und dazu brauchte es nicht einmal den Faktor Trump. Auch Mexiko hat seine Probleme. Tagelang hatten Proteste der radikalen Lehrergewerkschaft CNTE die Stimmung aufgeladen. Auf Videos war zu sehen, wie überdimensionale Figuren, mit denen für die Weltmeisterschaft geworben wurde, von den Vertretern der Gewerkschaft umgestoßen und beschädigt wurden. Die Gewerkschaft fordert die Abschaffung einer Rentenreform aus dem Jahr 2007, regelmäßig macht sie seit vielen Jahren mit Protesten auf ihre Forderungen aufmerksam. Ein mehrstündiges Treffen am Abend vor der Partie zwischen der CNTE und Regierungsvertretern nicht einmal 24 Stunden vor dem Anpfiff des Mexiko-Spiels blieb ergebnislos.

    Der Bereich rund um das Azteken-Stadion wurde zur Sicherheitszone

    Um die Eröffnungsfeier abzusichern, wurde der Weg zum Azteken-Stadion zu einer Sicherheitszone. Hundertschaften von Polizei und Nationalgarde waren im Einsatz. Gemäß des Fifa-Sicherheitsprotokolls „Letzte Meile“ wurden Straßen gesperrt und Zugänge kontrolliert, die zum Stadion führten. Acht Stunden vor Anpfiff und in einem Umkreis von rund 1,6 Kilometer rund um das Stadion wurde alles abgeriegelt. Wer als normaler Fan dann ins Stadion wollte, musste zu Fuß oder mit dem Rad hin. Das Ergebnis: Die stellenweise befürchteten Unruhen blieben aus. Aber schon fünf Stunden vor dem Anpfiff hatten sich am Stadion lange Schlangen von Fans vor dem Einlass gebildet. Letztlich wurden die Türen für die Zuschauer bereits um 8 Uhr Ortszeit (16 Uhr deutscher Zeit) geöffnet, eine Stunde früher als ursprünglich geplant.

    Im Stadion waren all diese Dinge ausgesperrt. Eine bunte Show war es, die die Fifa und das Co-Gastgeberland Mexiko auf die Beine gestellt hatten. In der Mitte des Spielfelds war eine riesige Nachbildung des WM-Pokals zu sehen, zu dessen Füßen gesungen und getanzt wurde. Bei der Feier solle die „mexikanische Kultur mit Musik, Tanz und Kunst“ in den Mittelpunkt gestellt werden, wie die Weltverband Fifa im Vorfeld betont hatte. Wiederkehrende Muster von bunten landestypischen Papiergirlanden sollten dabei für „die für Tradition, Handwerkskunst und Freude stehen“.

    Fußball, Männer, WM, Eröffnungsspiel, Mexiko - Südafrika, Vorrunde, Gruppe A, Spieltag 1, Mexiko-Stadt-Stadion, Die Sängerin Shakira tritt während der Eröffnungsfeier vor Beginn des WM-Gruppenspiels der Gruppe A zwischen Mexiko und Südafrika. (zu dpa: ««Dai Dai»: Ausgelassene Stadion-Party zum WM-Start in Mexiko»)
    Fußball, Männer, WM, Eröffnungsspiel, Mexiko - Südafrika, Vorrunde, Gruppe A, Spieltag 1, Mexiko-Stadt-Stadion, Die Sängerin Shakira tritt während der Eröffnungsfeier vor Beginn des WM-Gruppenspiels der Gruppe A zwischen Mexiko und Südafrika. (zu dpa: ««Dai Dai»: Ausgelassene Stadion-Party zum WM-Start in Mexiko») Foto: Ricardo Mazalan/AP/dpa

    Shakira performte zum ersten Mal den WM-Song

    Zu sehen und vor allem zu hören waren etwa Raggaeton-Sänger J Balvin, die mexikanische Rockband Maná,, Danny Ocean und die mexikanische Sängerin Lila Downs. Die meisten Augen richteten sich aber auf Megastar Shakira. Die 49-Jährige performte zusammen mit dem nigerianischen Rapper Burna Boy auf dem Spielfeld zum ersten Mal die offizielle Fifa-Hymne „Dai Dai“ live. Zum Abschluss der Show wurde im Stadion ein Feuerwerk gezündet. Schon bei der WM 2010 sang die Kolumbianerin den offiziellen WM-Song „Waka Waka“ – und auch damals bestritten Mexiko und Südafrika das Eröffnungsspiel. Vor 16 Jahren teilten sich die Mannschaften in Johannesburg beim 1:1 die ersten Punkte des Turniers.

    Der Auftritt von Shakira in Mexiko wird nicht der einzige während des Turniers sein. Die Kolumbianerin wird auch Teil der Halbzeitshow während des WM-Endspiels am 19. Juli sein, das im MetLife Stadium in New Jersey stattfinden wird. Neben Shakira werden Pop-Ikone Madonna und die südkoreanische K-Pop-Gruppe BTS auftreten. Und ähnlich wie bei der Klub-WM vor einem Jahr, als die Halbzeitshow 25 Minuten dauerte, wird auch diesmal die eigentlich im Regelwerk vorgeschriebene Pause von 15 Minuten überzogen werden. Es läuft eben alles ein bisschen anders in den USA in diesen Tagen. Dazu gehört auch, dass die Vereinigten Staaten und das dritte Gastgeberland Kanada ihre eigene Eröffnungsfeier haben werden. Am Freitagabend deutscher Zeit steigt Kanadas Eröffnungsparty vor dem ersten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina (21 Uhr, live auf MagentaTV), die letzte Party gibt es am Samstagmorgen um 3 Uhr deutscher Zeit zu sehen, wenn die USA gegen Paraguay in die Weltmeisterschaft starten (live auf MagentaTV).

    Der Faktor Trump macht sich schon vor der WM bemerkbar

    Sehr wahrscheinlich wird US-Präsident Donald Trump dann im Stadion vor Ort sein. Der Machthaber der Vereinigten Staaten gibt nicht einmal vor, ein großes Interesse an dem Sport zu haben, der in den USA unter dem Namen „Soccer“ firmiert. Auswirkungen auf die Weltmeisterschaft hat Trumps Politik allerdings sehr wohl gehabt. So untersagten die US-Behörden dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan in Miami die Einreise – obwohl er auf der Liste der 52 Schiedsrichter stand, die der Weltverband Fifa für das Turnier zugelassen hatte. Dass ein Schiedsrichter nicht an einer WM teilnehmen darf, hatte es zuvor noch nicht gegeben. Ebenso wie den Umstand, dass ein Gastgeber Krieg gegen ein Land führt, das ebenfalls bei der WM dabei ist. Der Angriff der USA auf den Iran hat auch Auswirkungen auf die WM. Die iranische Auswahl darf nur zu den Spielen in den USA anreisen und muss danach wieder in ihr mexikanisches Basecamp zurück. Für Unmut sorgen in den USA aber auch das horrend hohe Preisniveau. Es wird eine besondere Weltmeisterschaft. (mit dpa)

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