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Zusamaltheim: Was darf auf dem Lerchenberg gebaut werden?

Zusamaltheim

Was darf auf dem Lerchenberg gebaut werden?

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    Für den Lerchenberg soll nun ein Denkmalschutzkonzept erstellt werden, damit der Investor, die Gemeinde und der Denkmalschutz Vorgaben haben, was auf dem rund 400000 Quadratmeter großen Gelände realisiert werden kann. Unser Archivbild zeigt ein Backsteingebäude des Paraxolwerks. Dieses Gebäude wurde unter anderem von der Bundeswehr genutzt.
    Für den Lerchenberg soll nun ein Denkmalschutzkonzept erstellt werden, damit der Investor, die Gemeinde und der Denkmalschutz Vorgaben haben, was auf dem rund 400000 Quadratmeter großen Gelände realisiert werden kann. Unser Archivbild zeigt ein Backsteingebäude des Paraxolwerks. Dieses Gebäude wurde unter anderem von der Bundeswehr genutzt.

    Es ist ein geheimnisvoller Ort – der Lerchenberg. Backsteingebäude und Bunker zeugen noch heute von den Resten eines früheren Rüstungsbetriebs mit dem Namen „Paraxol GmbH“, der im Dritten Reich erbaut wurde. Das Areal, das zwischen Rischgau, Emersacker und Zusamaltheim versteckt liegt, bot jahrzehntelang Platz für Militär, Flüchtlinge, Bundeswehrsoldaten, Bastler – und manches Mal für dubiose Gestalten. Nun soll mithilfe eines Denkmalschutzkonzepts geklärt werden, was auf dieser besonderen Fläche realisiert werden darf.

    Der Lerchenberg bei Zusamaltheim ist fast so groß wie die Theresienwiese

    Hintergrund: Das Gelände ist insgesamt rund 400000 Quadratmeter groß, das entspricht in etwa der Fläche der Theresienwiese. Laut Auskunft von Bürgermeister Stephan Lutz wurde das Gelände vor rund fünf Jahren an einen Investor verkauft. Wie berichtet, handelt es sich um den Bauunternehmer Robert Manhardt.

    In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich nun der Gemeinderat Zusamaltheim mit dem Lerchenberg und dem Denkmalschutzkonzept. Der Grund: Für den Käufer stellt sich nun die Frage, welche Gebäude stehen bleiben müssten und welche verwendet werden dürfen. Bürgermeister Lutz erklärte auf Anfrage, dass es nicht nur für den Investor, sondern auch für die Gemeinde und den Denkmalschutz wichtig sei, Planungssicherheit zu haben.

    Die Kosten für das Konzept übernimmt die Gemeinde Zusamaltheim

    Der Auftrag zur Erstellung des Konzepts ist im Moment ausgeschrieben. Die Kosten dafür wird die Gemeinde übernehmen, die zusätzlich eine Förderung in Höhe von 60 Prozent vom Staat erhält.

    Bei der Sitzung des Rats ging es außerdem um folgende Themen:

    Alte Wertinger Straße Diese Woche soll in der alten Wertinger Straße damit begonnen werden, die Deckschicht aufzubringen. Außerdem gäbe es eine neue Bepflanzung, die zwar größer ausfiele, als erwartet wurde, jedoch keine Probleme verursache.

    Dorferneuerung Auch von der „einfachen Dorferneuerung“ am neuen Kreisverkehr konnte der Bürgermeister berichten. Dort wären nun noch Pflasterarbeiten vonnöten, auch einige Kanäle und ein Bushäuschen müssten noch saniert werden.

    Schulsportanlage Die Erneuerung der Schulsportanlagen beim Sportgelände des VfL Zusamaltheim geht weiter. Bis Ende Juli soll der alte Belag entfernt werden. Der neue würde aufgetragen werden, sobald die Arbeiten am Untergrund erledigt seien.

    Verkehrsschilder und Tempolimit Im Ortsteil Sontheim werden in naher Zukunft die Verkehrsschilder aktualisiert. „Manche der Schilder sind so gar nicht mehr ordnungsgemäß“, erklärte Lutz, der mit einer zuständigen Person des Ordnungsamts die Schilder vor Ort sichtete. Einige seien stark ausgeblichen, andere zu klein und „nur noch für Fahrradwege zulässig“, andere entsprächen nicht mehr der Straßenverkehrsordnung. Dazu gehören Vorfahrtsschilder in der Zone 30, wo immer „rechts vor links“ gelte. Zudem teilte Lutz den Ratsmitgliedern mit, dass ebenfalls an diesem Abend der Villenbacher Gemeinderat eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 80 für die Ortsverbindungsstraße von Sontheim nach Riedsend bespräche, was in Zusamaltheim allerdings erst in einer späteren Sitzung geklärt würde. Was dem Bürgermeister zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war: Wie berichtetet, wurden in Villenbach sogar zehn Stundenkilometer weniger für die Geschwindigkeitsbegrenzung beschlossen, nämlich 70.

    Feuerwehr Die Freiwillige Feuerwehr Zusamaltheim benötigt neue Ausrüstung. Zum einen soll die bisherige Kübelspritze durch einen sogenannten „Hydrofix“ ersetzt werden, der „ein komplettes Auto mit Schaum zudecken könnte“, wie Lutz erklärte. Diesem wurde vom Rat direkt zugestimmt. Zum anderen würden neue Schutzmonturen für Atemschutzträger benötigt, da die alten starken Verschleiß aufwiesen. Da ein Satz rund 1000 Euro kosten würde, konnte der Gemeinderat der Anfrage für 16 neue nicht nachkommen. Bürgermeister Lutz schlug acht Monturen vor. Für vier Sätze könne die Gemeinde eine Förderung beantragen. Auch habe ihm der Kommandant mitgeteilt, dass zumindest acht Sätze dringend benötigt würden. Der Rat stimmte dem zu, weitere Ersatzbeschaffungen sollen nun nach Bedarf und Verschleißgrad eingereicht werden.

    Bauanträge wurden ebenfalls besprochen. So soll im Mühlweg ein neues Wohnhaus mit Nebengebäude errichtet werden. Dies sei aufgrund einer neuen Außenbereichssatzung der Gemeinde nun möglich, auch relevante Unterschriften der Anwohner wären vorhanden. Obwohl es nichts zu bemängeln gäbe, wollte der Rat den Bauherren darauf hinweisen, dass sein Bauwerk im Hochwassergebiet stehen würde. In der Lämmerbauerstraße wurde ein Tekturantrag auf den Neubau einer Maschinenhalle gestellt. Dem Antrag wurde 2018 zugestimmt, jedoch solle der Giebel nun mittig und nicht mehr dezentral schließen. Die Ratsmitglieder stimmten zu, jedoch solle der Bauherr einen Bewässerungsplan nachreichen.

    Bauplätze Für die äußeren Bauplätze im Baugebiet „Obere Dorfstraße II“ wurde beschlossen, dass nicht fünf Grundstücke mit rund 650 Quadratmetern, sondern vier Grundstücke mit rund 800 Quadratmetern verkauft werden sollen. Diesen Vorschlag machte Bürgermeister Lutz, da dies eher mit den Wünschen der lokalen Interessenten zusammenpasse.

    Kindergarten/Schule Der Kindergarten wird kommende Woche wieder den Regelbetrieb aufnehmen, die Schule wird weiter im Wechselbetrieb laufen, wie Lutz erklärte. Ein Ratsmitglied stellte die Frage, wie es um einen vor längerer Zeit beschlossenen Geschwindigkeitsmesser stünde. Lutz erklärte, dass der Sache nachgegangen würde. Zudem wurde gefragt, wie mit den auf den Bus wartenden Schulkindern bei Regen umzugehen sei, da sie keinen Unterstand hätten. Auf Anraten einiger Ratsmitglieder wird die Thematik nun mit der Schulleitung besprochen werden, um sowohl Vandalismus als auch ungewollte Beschädigungen, beispielsweise durch Streusalz im Winter, zu verhindern. (mit elhö)

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