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Bis zu 300 Millionen Dosen von Paulaner im Jahr: In Olching startet Logistikzentrum der Superlative

Handel

Bis zu 300 Millionen Dosen im Jahr: Andreas Schmid aus Augsburg liefert für Paulaner aus

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    Andreas Schmid Logistik beliefert von Olching aus deutsche Supermärkte mit Paulaner-Dosen.
    Andreas Schmid Logistik beliefert von Olching aus deutsche Supermärkte mit Paulaner-Dosen. Foto: Andreas Schmid Group

    Mit der Einführung des Einwegpfands im Jahr 2003 wäre die Getränkedose fast vom Markt verschwunden. In den vergangenen Jahren aber hat sie dann ein rasantes Comeback erlebt. Das verkaufte Volumen ist binnen fünf Jahren um fast die Hälfte auf über eine Million Tonnen gestiegen, berichtete 2025 das Marktforschungsinstitut NIQ. Nicht nur Limonaden und Energy Drinks, auch Bier wird verstärkt in Dosen gekauft. Auf die Dose setzt verstärkt auch die Paulaner Brauerei aus München. Für die Auslieferung hat der Getränkehersteller jetzt einen Logistikriesen aus unserer Region beauftragt. Das Unternehmen Andreas Schmid Logistik aus Gersthofen bei Augsburg übernimmt für Paulaner die Belieferung der deutschen Supermärkte. In Olching bei München ist dafür ein neuer Standort entstanden.

    Welche Bedeutung die Dose inzwischen hat, zeigen einige beeindruckende Zahlen: Das neue Logistikzentrum in Olching ist für den Umschlag von 120.000 Paletten im Jahr ausgelegt. Auf einer Palette befinden sich im Schnitt rund 2000 Dosen. Je nachdem, ob es sich um 0,33-Liter oder 0,5-Liter handelt, können es mehr oder weniger sein. „Das heißt, in Summe entsprechen 120.000 Paletten etwa 200 Millionen bis 300 Millionen Dosen“, sagt Christian Eckel, Geschäftsführer von Andreas Schmid. Um sie zu versenden, hat die Gruppe den neuen Standort eingerichtet.

    Andreas Schmid und Paulaner arbeiten seit 2001 zusammen

    In Olching ist dafür eine 7000 Quadratmeter große Halle seit Januar vorbereitet worden, in diesen Tagen hat die Auslieferung begonnen. Das teilautomatisierte Lager wird im Drei-Schicht-Modell betrieben. In der Hochsaison seien bis zu 50 Beschäftigte im Einsatz. Beliefert wird der Einzelhandel in ganz Deutschland. Auch die neue Paulaner Cola werde über den Standort distribuiert. Da in Deutschland der Bierabsatz rückläufig ist, setzen die Getränkeproduzenten zunehmend auf Softdrinks. Paulaner hat zuletzt mit Spezi großes Wachstum erzielt. Das 1928 gegründete Logistikunternehmen Andreas Schmid betreibt mit 1300 Beschäftigten rund 260.000 Quadratmeter Logistikfläche an 30 Standorten im In- und Ausland.

    In Olching ist das neue Logistikzentrum der Paulaner-Gruppe eröffnet worden.
    In Olching ist das neue Logistikzentrum der Paulaner-Gruppe eröffnet worden. Foto: Andreas Schmid Group

    Das neue Projekt vertieft die Partnerschaft: „Die Andreas Schmid Group arbeitet schon seit 2021 mit der Paulaner Brauerei Gruppe zusammen“, sagt Geschäftsführer Eckel. „An einem unserer Standorte in Lechhausen übernehmen wir die Leergutabwicklung von Bierfässern sowie die Bereitstellung von Vollgut-Paletten für den Einzelhandel.“ Der Logistiker sieht weitere Chancen für die Zukunft: „Vor dem Hintergrund eines wachsenden Marktes für alkoholfreie Getränke sehen wir großes Potenzial, diesen Bereich konsequent weiter auszubauen.“ Die Herausforderungen gerade bei Getränken sei es, eine hohe Anzahl von Palettenumschlägen effizient zu steuern und auf kurzfristige Mengenschwankungen im Aktionsgeschäft zu reagieren, also wenn Getränke mit Rabatt angeboten werden. Die Paulaner-Brauerei ist trotz Wirtschaftsflaute auf Expansionskurs.

    Paulaner zieht es auch nach China: Kooperation mit Tsingtao

    Paulaner zieht es auch nach China. Erst kürzlich hatten die Münchner eine Partnerschaft mit der chinesischen Großbrauerei Tsingtao bekanntgegeben. Zum einen soll Münchner Hell nach China importiert und über die 1903 gegründete Tsingtao-Brauerei vertrieben werden. Zum anderen soll in China eine speziell für den dortigen Markt entwickelte Lagerbiersorte gebraut werden – mit deutschem Hopfen und nach bayerischem Reinheitsgebot. „China ist für uns ein strategisch wichtiger Markt“, teilte Paulaner-Chef Jörg Biebernick mit. Der größte Biermarkt der Welt biete „erhebliches Potenzial“. Paulaner ist mit der Strategie nicht allein: Auch die Oettinger-Brauerei will auf internationalen Märkten wachsen.

    Das Bild zeigt eine spezielle Schwerkraft-Rollenbahn im Wareneingang und zur Einlagerung: Paletten mit Dosen werden im Lager in Olching in Richtung Einlagerung transportiert.
    Das Bild zeigt eine spezielle Schwerkraft-Rollenbahn im Wareneingang und zur Einlagerung: Paletten mit Dosen werden im Lager in Olching in Richtung Einlagerung transportiert. Foto: Andreas Schmid Group
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