Was waren das Anfang der 70er-Jahre für selige Zeiten: Mit einem noch in Deutschland produzierten VW-Käfer ging es mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern zum Baden an einen See. Kleinwagen ließen sich damals hierzulande noch rentabel produzieren. Breite Schichten konnten sich solche Autos leisten, auch weil die Fahrzeuge nicht wie heute vollgepumpt mit immer neuen kostentreibenden Sicherheitsauflagen aus Brüssel waren. Längst ist es unwirtschaftlich, in Deutschland, einem Land mit zu hohen Energie- und Lohnkosten, Kleinwagen zu fertigen. Das ist ein Armutszeugnis für eine Industrie-Nation.
Regulierung gefährdet Arbeitsplätze
Die Aussagen von Opel-Chef Huettl wirken zusätzlich ernüchternd: Natürlich könne das Unternehmen den neuen elektrischen Corsa für rund 25.000 Euro nicht in Deutschland herstellen, gesteht er. Dafür sind nicht nur negative Standort-Bedingungen verantwortlich, auch Brüssel trägt durch einen Regulieruns-Übereifer dazu bei, dass Autos zunehmend teurer werden, weil immer neue Assistenzsysteme eingebaut werden müssen. Einzeln sind all diese Sicherheitsauflagen gut gemeint und sinnvoll, die Summe aller Vorgaben erschafft ein kostentreibendes Monster. So können sich viele den Kauf eines Neuwagens nicht mehr leisten und fahren ihre alten, nicht allzu umweltfreundlichen so lange wie möglich. Das ist ein Beispiel dafür, wie Regulierung Arbeitsplätze kostet und ökologisch nachteilig ist. Wissen Bürokraten eigentlich nicht, was sie anrichten? Wer bremst die Regulierer endlich ein?
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