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Die Unternehmen schlagen sich trotz Krisenzeiten gut

Kommentar Von Stefan Stahl
30.05.2022

Krise reiht sich an Krise, doch die deutsche Industrie hält sich wacker. Und die Menschen rücken enger zusammen.

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wäre, wäre die deutsche Wirtschaft stärker als je zuvor. Denn die Nachfrage nach Maschinen und Autos heimischer Hersteller ist immens. Doch leider bremst eine Inflation negativer Umstände viele der Unternehmen aus. So fällt der Mangel an Vorprodukten chronisch aus, auch weil dringend benötigte Waren wegen der strikten chinesischen Null-Covid-Strategie nicht zu uns gelangen. Die Nachfrage nach Halbleitern ist derart groß, dass der Bedarf bei weitem nicht befriedigt werden kann. Daher können bestimmte Maschinen und Autos nicht fertig gebaut werden, selbst wenn Unternehmen zu Detektiven geworden sind, die Zulieferteile weltweit aufspüren und zu horrenden Preisen beschaffen.

2022 hätte ein Boom-Jahr werden können

Dabei wird die heiße Ware in den Firmen so geschickt hin- und herjongliert, dass sie in höherpreisigen Modellen Einzug hält. Das ist eine clevere, weil gewinnsteigernde Strategie. Kaum auszudenken, wenn all die negativen Faktoren nicht existieren würden: Dann wäre 2022 ein Boom-Jahr für die deutsche Wirtschaft, wie das Bundeskanzler Scholz auf der Hannover Messe angesprochen hat. Trotz aller Widrigkeiten, wozu allen voran Putins Krieg gehört, schlagen sich die Unternehmen gut. Ihre Widerstandskraft in Krisenzeiten ist erstaunlich und sollte den Menschen Mut machen. Zwar müssen sie mit deutlich steigenden Preisen zurechtkommen, ihre Arbeitsplätze wirken aber überwiegend sicher.

Das unterscheidet diese Krise von anderen. Und sie hat sogar etwas Gutes: Politik und Wirtschaft – ja die Menschen in diesem Land – rücken enger zusammen. Deutschland radikalisiert sich nicht. Auch darin hat sich der Despot und Quertreiber Putin böse verkalkuliert.

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