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Praktikum als Schlüssel zur Ausbildung: So finden Schüler die passende Stelle

Lehrstellenoffensive

Den richtigen Praktikumsplatz finden? Zwei Experten erklären, wie‘s geht

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    Als Praktikant bekommt man wertvolle Einblicke in ein Berufsfeld.
    Als Praktikant bekommt man wertvolle Einblicke in ein Berufsfeld. Foto: Friso Gentsch, dpa

    Das neue Jahr ist noch jung und viele gute Vorsätze, heuer etwas anzupacken, sind noch frisch. Das gilt erst recht für Schülerinnen und Schüler, die bald ihren Abschluss machen: Was kommt danach? Diese Frage wirkt riesig, wenn das Leben bisher vorwiegend aus Schule und noch mehr Schule bestanden hat. Eine erste Orientierung kann ein Praktikum bieten. Zwei Experten sagen, worauf es bei der Suche ankommt:

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    Wo finde ich einen passenden Praktikumsplatz?

    Mona Vlcek, Ausbildungs-Expertin bei der Handwerkskammer (HWK) Schwaben sagt: „Viele verschiedene Wege führen zum Praktikum“. Am einfachsten findet man Stellen im Internet auf einer Praktikumsbörse. Aber auch Berufsorientierungsmessen eignen sich gut, um Kontakte zu knüpfen. Aber man muss nicht in die Ferne schweifen: „Es lohnt sich, auf die Betriebe vor Ort zuzugehen und nach einem Praktikum zu fragen“, rät Vlcek. Tina Strizrep, Leiterin Team Bildungsservice und -projekte der IHK Schwaben, empfiehlt außerdem, auf Lehrkräfte oder die Berufsberatung der Arbeitsagentur zuzugehen: „Der IHK-Ausbildungsatlas und die Praktikumsbörse der Arbeitsagentur liefern eine gute Übersicht über offene Praktikumsplätze in der Region.“ Wichtig sei es vorab Anforderungen und Erwartungen abzugleichen.

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    Was macht ein gutes Praktikum aus?

    IHK-Expertin Tina Strizrep rät, beim Bewerbungsgespräch zu fragen, welche Tätigkeiten man im Unternehmen übernehmen darf. Auch Mona Vlcek von der HWK betont: „Nur durch das eigenständige Ausprobieren kann man für sich eine Entscheidung fällen, ob der Beruf passt.“ Daher müssten die Tätigkeiten als auch das Team zur eigenen Persönlichkeit passen. Besonders wichtig sei eine gute Struktur und „eine motivierte Ansprechperson, die durchs Praktikum führt“. Ein Abschlussgespräch helfe, Unsicherheiten zu klären. Ob ein großes oder ein kleines Unternehmen die bessere Wahl sei, müsse jeder für sich herausfiltern, sagt Strizep. „Ein großes Unternehmen hat den Vorteil, dass Praktikanten oft mehrere Abteilungen durchlaufen und ein breites Spektrum eines Berufsfeldes kennenlernen. In kleinen Unternehmen ist die Betreuung häufig intensiver und praxisnäher“, erklärt die IHK-Expertin.

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    Welche Praktika kommen für Schüler überhaupt infrage?

    Für Schüler kommen drei Arten von Praktikum in Betracht, so HWK-Expertin Vlcek. Wer unter 15 Jahre alt ist, fährt am besten mit einem Schülerpraktikum. Für Schüler über 15 Jahre gibt es das Berufsorientierungspraktikum. „Jugendliche, die noch schulpflichtig sind, dürfen während der Schulferien für bis zu vier Wochen im Jahr ein Schnupperpraktikum machen.“

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    Praktikumsstelle gefunden – Haken dahinter. Aber was ist mit der Bewerbung?

    „Der persönliche Kontakt ist oft wichtiger als eine Bewerbungsmappe“, sagt HWK-Expertin Vlcek. Und wenn es nun doch Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse braucht? Dann gilt: „Die individuelle Note hervorheben, um den Betrieb von sich zu überzeugen“, sagt sie. KI sollte dabei höchstens unterstützend zum Einsatz kommen, rät die Expertin. Tina Strizrep von der IHK fügt hinzu: „Jugendliche sollten im Anschreiben darlegen, warum sie ein Praktikum absolvieren möchten, welche Fähigkeiten sie mitbringen und wieso sie sich für den Beruf und das Unternehmen interessieren.“ Der Lebenslauf sei tabellarisch und enthalte Eckdaten zu Schullaufbahn, Praktika und Hobbys. Wichtig: Zeugnisse anhängen und „die Dokumente digital per E-Mail versenden oder in einem Bewerbungsportal hochladen.“

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    Welche Rechte und Pflichten gelten für einen Praktikanten?

    „Es ist immer sinnvoll, sich das Praktikum für die zukünftigen Bewerbungsunterlagen vom Betrieb bescheinigen zu lassen“, sagt Mona Vlcek von der HWK. Dabei gilt: Schülerpraktikanten bekommen eine Bescheinigung, kein Zeugnis. Das gibt es nur beim Berufsorientierungspraktikum. Und wie sieht es mit dem Geld aus? Andere bekommen ja auch Lohn: „Ein Berufsorientierungspraktikum ist ab drei Monaten gemäß Mindestlohngesetz vergütungspflichtig“. Bei einem Schülerpraktikum entscheidet der Betrieb, ob er Taschengeld zahlt. Auch die Arbeitsdauer ist gesetzlich geregelt, durch das Jugendarbeitsschutzgesetz. Neben diesen Rechten gelten für Praktikanten aber auch Pflichten: „Beispielsweise Schweigepflicht und Vorschriften zur Arbeitssicherheit.“

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