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Wie viel Bier in Bayern getrunken wird

Tag des Bieres

Bayern bleibt deutscher Meister beim Bier

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    Bayerns Brauereien haben 2024 erneut das meiste Bier im Bundesvergleich verkauft.
    Bayerns Brauereien haben 2024 erneut das meiste Bier im Bundesvergleich verkauft. Foto: Leonie Asendorpf, dpa

    Keine Ahnung, mit wie viel Litern Bier der Bayer (m,w,d) als solcher sich im schon recht lange zurückliegenden Jahre 1516 Leib und Seele erquickt hat, aber 2024 waren es 88 im Schnitt. Das sind immerhin fast neun Kisten, aber eben keine 15 mehr, wie in den gesegneten und auch schon recht lange vergangenen 70er Jahren. Und das bedeutet, dass heute, da vor genau 509 Jahren in Ingolstadt Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot erließ, die Lage im Bierbundesland schlechthin zwar nicht verdrießlich gestimmt, aber auch nicht überschäumend ist.

    Zwar haben Bayerns Brauereien 2024 erneut das meiste Bier im Bundesvergleich verkauft, wie das hiesige Landesamt für Statistik vermeldet. Andererseits mussten im Freistaat 30 Braustätten schließen. Gab es 2023 hier noch 628 Brauereien, waren es vergangenes Jahr nur noch 598. Das sind zwar immer noch 40 Prozent aller deutschen Brauereien insgesamt, aber dass sich der Trend in diesem Jahr umdreht, darf bezweifelt werden. Denn laut Bayerischem Brauerbund ist das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden, die Craftbierwelle „weitgehend“ durch und der Inlandswettbewerb „brutal“.

    Besonders wichtig für die Brauer: Der Export

    Immerhin: Nach der Biersteuerstatistik konnten die weiß-blauen Brauer im vergangenen Jahr 23,8 Millionen Hektoliter (1,6 Prozent mehr als 2023) unters Volk bringen. Wäre der Absatz eine Maß, wären die Bayern damit zum elften Mal in Folge, nun ja, die Schaumkrone. Dahinter folgt Nordrhein-Westfalen. Besonders wichtig ist der Export, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Lothar Ebbertz. Die Exportquote lag mit 24,6 Prozent auf Vorjahresniveau. 3,5 Millionen Hektoliter der Brau-Ware flossen in die Europäischen Union, und mit 2,4 Millionen Hektolitern (plus 5,8 Prozent gegenüber 2023) wurde im Rest der Welt angestoßen.

    Immer wichtiger wird dabei übrigens alkoholfreies Bier, sagt Ebbertz. Mit 2,25 Millionen Hektolitern macht es inzwischen insgesamt 8,7 Prozent des Absatzes aus. Tendenz steigend. „Das bereitet uns Freude, kann aber nicht ausgleichen, was insgesamt wegfällt“. Interessantes Detail: Der als sogenannter „Haustrunk“ unentgeltlich und steuerfrei an die Beschäftigten der Brauereien abgegebene Anteil des im Freistaat abgesetzten Bieres liegt nur noch bei 44.408 Hektolitern. Das sind laut Landesamt 9,4 Prozent weniger als 2023.

    Fest zum reinen Bier in Ingolstadt

    Um die Bilanzen für 2025 weiter nach oben zu spülen, haben sich viele Brauereien und Städte rund um den heutigen Jahrestag der Verkündung des Reinheitsgebotes etwas einfallen lassen. In München gibt es nächste Woche (wegen der Osterferien) den alljährlichen Freibierausschank des Brauerbundes. Und Ingolstadt begeht kommendes Wochenende wieder das „Fest zum reinen Bier“. Am Freitag wird es um 15.16 Uhr mit historischen Worten eröffnet: „Wir verordnen, setzen und wollen mit dem Rat unserer Landschaft, daß forthin überall im Fürstentum Bayern sowohl auf dem Lande, wie auch in unseren Städten und Märkten, die keine besondere Ordnung dafür haben, von Michaeli bis Georgi eine Maß (damals 1,069 Liter) Bier ... für nicht mehr als einen Pfennig Münchener Währung ... ausgeschenkt werden soll. ... Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.“

    Das liest sich vor allem preislich auch heute noch ziemlich gut. Die Krüge hoch!

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