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Augsburg: Nächtlicher Protest in der Maxstraße

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Nächtlicher Protest in der Maxstraße

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    Döner-Verkäufer Hasan Tekin hat gegen das Straßenverkaufsverbot zwischen 1 und 5 Uhr geklagt und bereits 6000 Unterschriften gesammelt.
    Döner-Verkäufer Hasan Tekin hat gegen das Straßenverkaufsverbot zwischen 1 und 5 Uhr geklagt und bereits 6000 Unterschriften gesammelt.

    Das nächtliche Straßenverkaufsverbot für Speisen und Getränke in der Innenstadt sorgt für ungewöhnliche Formen des Protests: Im Internet kursieren in mehreren Freundes-Netzwerken wie "Lokalisten", "Facebook" und "studiVZ" seit kurzem Aufrufe für ein nächtliches Protest-Picknick auf der Maximilianstraße.

    Wie berichtet, dürfen Gastronomen seit 1. März ab 1 Uhr nachts keine Speisen und Getränke mehr nach außen verkaufen. Betroffen sind neben Bars, die Cocktails zum Mitnehmen anboten, auch der Döner-Laden "Arkadas" und diverse Schnell-Restaurants.

    "Arkadas"- Wirt Hasan Tekin hat in diesem Zusammenhang gegen die Stadt geklagt und bereits 6000 Unterschriften gesammelt. Nun soll es auch noch Protest von der Straße geben: Unter dem Motto "Last night a DÖNER saved my live" wollen sich am 6. Juni Gegner des Verkaufsverbots auf der Maximilianstraße mit Picknickdecken und -körben treffen.

    "Das Mitbringen von Speisen hat noch keiner verboten", heißt es in dem Aufruf. Alkohol soll bei der Veranstaltung tabu sein, insgesamt wolle man mit der Aktion "gutmütig" gegen das Verkaufsverbot protestieren. Der Initiator der Gruppe beim Netzwerk "Lokalisten" war gestern nicht erreichbar.

    Unterstützung kommt auch von den Grünen

    Inzwischen hat sich der Aufruf im Internet verbreitet. Knapp 2000 Internetnutzer haben sich binnen einer guten Woche in den Gruppen bereits zusammengeschlossen. Unter den Unterstützern ist zum Beispiel auch Grünen-Vorstand Matthias Strobel.

    Die Grünen sehen das Maßnahmenpaket der Stadt zur Beruhigung der nächtlichen Maximilianstraße kritisch. Das Verkaufsverbot für Speisen nachts sei "absurd", so Strobel.

    Ordnungsreferent Walter Böhm war am Dienstag wegen Krankheit nicht erreichbar. Unklar ist momentan, ob die Veranstaltung bei der Stadt angemeldet wurde und ob dies nach dem Versammlungsgesetz nötig ist.

    "Auch Raphael Brandmiller, Vorsitzender des Stadtjugendrings, verfolgt das Geschehen in der Maximilianstraße.

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