Beim Ausbau der Autobahn zwischen Augsburg und Ulm wird keine Elektroofen-Schlacke verarbeitet werden. Dies gab die für das Projekt zuständige Betreibergesellschaft Pansuevia am Mittwoch bekannt.„Wir haben immer gesagt, wir prüfen alle zulässigen Baumaterialien auf ihre technische Verwendung“, sagte Gianluca Beraldo, der technische Geschäftsführer. „In Absprache mit unserem Generalunternehmer Heilit und Woerner haben wir aber beschlossen, auf die Verarbeitung von Schlacke zu verzichten.“
Keine Langzeit-Erfahrungen mit dem Material
Der Grund für diesen Entschluss sei die langfristige Verpflichtung gewesen, die Pansuevia übernommen hat. Insgesamt 30 Jahre, also bis zum Jahr 2041, ist die private Betreibergesellschaft für den Ausbau und den Betrieb der Autobahn zuständig. „Über diesen langen Zeitraum gibt es bislang kaum Erfahrungen mit dem Material“, sagte Beraldo.
Der Einsatz von Schlacke wäre unter Auflagen zulässig. Das Material, das zum Beispiel bei den Lech-Stahlwerken in Herbertshofen als Abfallstoff entsteht, weist laut Beraldo eine hohe Qualität auf und sei billiger als Kies und Schotter, die nun für den Ausbau der Fahrbahn verwendet würden.
Das Material steht jedoch in der Kritik. Vor allem Naturschützer befürchten, dass Schwermetalle ausgewaschen werden könnten und danach ins Grundwasser eindringen.