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Finanzaffäre: Landsberg sucht einen neuen Kämmerer

Finanzaffäre

Landsberg sucht einen neuen Kämmerer

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    Das Verhältnis zwischen dem früheren Kämmerer Manfred Schilcher (links) und OB- Ingo Lehmann ist wegen der Finanzaffäre zerrüttet. Jetzt wird per Ausschreibung ein neuer Kämmerer gesucht.
    Das Verhältnis zwischen dem früheren Kämmerer Manfred Schilcher (links) und OB- Ingo Lehmann ist wegen der Finanzaffäre zerrüttet. Jetzt wird per Ausschreibung ein neuer Kämmerer gesucht. Foto: Bildmontage

    Die Stadt Landsberg wird die Stelle des Kämmerers neu ausschreiben. Dies bestätigte Oberbürgermeister Ingo Lehmann auf Anfrage dem Landsberger Tagblatt. Damit endet die Ära des bisherigen Kämmerers Manfred Schilcher in dieser Funktion für die Stadt Landsberg. Gegen ihn läuft derzeit ein Disziplinarverfahren der Landesanwaltschaft und Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Augsburg im Rahmen der Derivataffäre.

    Im Rahmen der nicht-öffentlichen Stadtratssitzung am vergangenen Mittwoch einigten sich die Stadträte darauf, die Stelle des Kämmerers neu ausschreiben zu wollen. Offensichtlich ist das Vertrauensverhältnis zwischen dem Ex-Kämmerer und dem Gremium ebenfalls nachhaltig gestört. Selbst wenn die Ermittlungen und Disziplinarverfahren gegen Manfred Schilcher abgeschlossen sein werden, so war zu erfahren, sei eine unbelastete und vorurteilsfreie erneute Zusammenarbeit nicht mehr vorstellbar.

    Ausschreibungsfrist endet am 11. März

    Die Neubesetzung soll jetzt so schnell wie möglich vonstattengehen. Die Ausschreibungsfrist endet um die OB-Wahl am 11. März, so OB Ingo Lehmann. Sollte er selbst bei den Wahlen unterliegen, werde er die Auswahl bereits gemeinsam mit seinem Nachfolger angehen.

    Der einzige große Tagesordnungspunkt der öffentlichen Sitzung war dann der Antrag des Grünen-Stadtrat Ludwig Hartmann, den Entwurf des Prüfungsberichts des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes vom 29. März 2011 öffentlich zu diskutieren. Nach Intervention des Rechtsanwalts Martin Hoffschmidt von der Wirtschaftskanzlei Becker Büttner Held, die in der Derivateaffäre die Stadt Landsberg gegen die Münchner Privatbank Hauck & Aufhäuser vertritt, wurde die Beratung dieses Punktes in die nicht-öffentliche Sitzung verlegt.

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