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Kommentar: Benzin: Der Preis muss sinken

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Benzin: Der Preis muss sinken

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    Benzin: Der Preis muss sinken
    Benzin: Der Preis muss sinken

    Zur Arbeit fahre ich 46 Kilometer von Donauwörth nach Augsburg, zur Tankstelle mindestens ein Mal die Woche.

    30 Millionen Deutsche fahren zwischen Wohn- und Arbeitsort hin und her – zwei Drittel davon mit dem Auto. Dieses ist, wie oft überheblich behauptet wird, nicht der Deutschen liebstes Kind, sondern für viele überlebensnotwendig. Firmen fordern Mobilität. 50 Kilometer zur Arbeit sind längst keine Seltenheit mehr. Wer danach einkauft und die Kinder abholt, kann das kaum mit Fahrgemeinschaften vereinbaren. Ganz zu schweigen von Bus- und Bahnverbindungen, die auf dem Land dürftig ausgebaut bis nicht vorhanden sind. Deshalb muss Autofahren bezahlbar bleiben. Die Benzinpreise sind viel zu hoch.

    Solange jedoch fünf Ölriesen 70 Prozent des Sprits verkaufen, findet kein Preiswettbewerb statt. Und wenn Wirtschaftsminister Rösler politische Konsequenzen ankündigt, handelt es sich nur um Worthülsen. Schließlich sind fast 60 Prozent dessen, was der Kunde an der Tankstelle zahlt, Steuern und Abgaben. Steigt der Preis, profitiert der Staat – nicht von der fixen Energiesteuer, aber von der höheren Mehrwertsteuer. Zieht man die Steuern ab, ist Benzin bei uns so billig wie fast nirgendwo in der EU.

    Pendler haben wenig Möglichkeiten. Sie können allenfalls ein spritsparendes Auto wählen und vorausschauender fahren. Vor allem aber müssen sie die Tafel an der Tankstelle im Blick behalten.

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