Das Problem ist erkannt, wie die Tagung in Augsburg zeigt. Die artenreichen Wiesen sind vom Aussterben bedroht. Mit ihnen verschwinden viele Pflanzen und Tiere. Der dramatische Rückgang der Wiesenbrüter ist das beste Indiz für die katastrophale Entwicklung in Bayern. Verschärft wird die Lage durch die Energiewende, die die „Vermaisung“ der Landschaft noch weiter vorantreibt. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz werden Biogasanlagen finanziell gefördert. Kein Wunder, dass sie wie Pilze aus dem Boden schießen.
Die Agrarumweltprogramme, die es heute gibt, können da nicht mithalten. Oder sie müssen flexibler angewendet werden. Dass dies mit den EU-Richtlinien durchaus möglich ist, zeigen Beispiele aus Österreich und Baden-Württemberg. Das hörten die Naturschutzfachleute mit Erstaunen. Warum geht das in den Nachbarländern, aber nicht im Freistaat? Fehlt den bayerischen Ministerien der Mut für einen Systemwechsel?