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Fasching: Hier tanzt sogar ein Kamel mit

Fasching

Hier tanzt sogar ein Kamel mit

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    60 Jahre Fasching in Ettringen: Anfang der Achtziger tanzte ein Kamel auf der Bühne mit (oben), 1954 waren Josef Nägele und Wally Knöpfle das Prinzenpaar (unten links), 1976 waren noch andere Gardekostüme in (unten rechts).
    60 Jahre Fasching in Ettringen: Anfang der Achtziger tanzte ein Kamel auf der Bühne mit (oben), 1954 waren Josef Nägele und Wally Knöpfle das Prinzenpaar (unten links), 1976 waren noch andere Gardekostüme in (unten rechts). Foto: Fotos: Ettrinarria

    Ettringen Gardemädchen, Clowns und Sekt? Das kann ja jeder. In Ettringen kommt im Fasching schonmal ein echtes Kamel auf die Bühne. „Das war ein heißer Gag“, erinnert sich Präsident Roland Doll. Es war Anfang der Achtziger, und die Gardebetreuer wollten passend zum Motto „Orientalische Nächte“ einen Elefanten auftreten lassen.

    „Der war aber zu schwer zu kriegen“, erzählt Doll. Also wurde es eben ein Kamel. Die Ettringer holten es aus einem Zirkus in Augsburg. Die damalige Cheftrainerin Gigga Hakert ritt damit auf die Bühne. „Das Kamel war ganz ruhig“, sagt Doll. „Wahrscheinlich war es selber so verblüfft.“ Genauso wie das Publikum.

    Roland Doll ist seit 21 Jahren Präsident

    Das Kamel auszuleihen hat die Ettrinarria damals 200 Mark gekostet. Aber es hat sich gelohnt: Der Auftritt war ein Höhepunkt in der Geschichte des Faschingsvereins. Heuer feiert die Ettrinarria ihr 60-jähriges Bestehen.

    Die Geschichte des Ettringer Faschingsvereins beginnt mit dem ersten Faschingsumzug 1952. Resi Zahler und Wilhelm Fink waren das erste Prinzenpaar. Ein Jahr später wurde das Faschingskomitee gegründet, der erste Präsident war bis 1957 Josef Wiedemann. 1960 gab es dann die erste Prinzengarde und das erste Kinderprinzenpaar mit eigener Garde. Seit 1967 nennen sich die Ettringer Narren „Ettrinarria“.

    Zum Nachtumzug erwartet der Verein 15 000 Menschen

    Roland Doll ist nun seit 21 Jahren Präsident. Mittlerweile hat der Verein mehr als 160 Mitglieder, zwei Drittel von ihnen sind auch aktiv. Die meisten sind beim Nachtumzug gefordert, der heuer ebenfalls Geburtstag feiert: Ihn gibt es seit zehn Jahren. Am Rosenmontag werden wieder rund 15 000 Menschen nach Ettringen kommen.

    Damit die Ettringer zum Jubiläum so richtig durchstarten können, hatte das Faschingskomitee der Ettrinaria vergangene Saison eine Pause verordnet. Schließlich soll heuer alles noch ein bisschen besser sein. Mit dem Krönungsball am Samstag geht die Jubiläumssaison nun richtig los.

    Doch zuvor gibt es noch viel zu tun. In diesen Tagen dekorieren die fleißigen Helfer die Turnhalle, die Gruppen geben ihren Einlagen noch den letzten Schliff. Der Ball ist ausverkauft, die Organisatoren denken schon an die nächsten Veranstaltungen. „Zurzeit gibt es keinen Tag, an dem es bei mir nicht um Fasching geht“, sagt Präsident Doll. Wenn die große und die kleine Garde mit ihren Prinzenpaaren Sabrina und Florian und Julia und Matthias dann am Samstagabend ihre Tänze zeigen, heißt es endlich: „Glitzer, Glamour, Faschingsstar – 60 Jahre Ettrinarria!“

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