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Benjamin Netanjahu: Israel darf "nicht im Schatten der Vernichtung leben"

Benjamin Netanjahu

Israel darf "nicht im Schatten der Vernichtung leben"

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    Israels Ministerpräsident Netanjahu vor der  AIPAC: «Wenn es um das Überleben Israels geht, müssen wir stets Herr unseres Schicksals bleiben». Foto: Pete Marovich dpa
    Israels Ministerpräsident Netanjahu vor der AIPAC: «Wenn es um das Überleben Israels geht, müssen wir stets Herr unseres Schicksals bleiben». Foto: Pete Marovich dpa

    "Als Ministerpräsident Israels werde ich mein Volk nicht im Schatten der Vernichtung leben lassen", sagte Netanjahu am Montag in einer Rede vor der israelfreundlichen Lobbyorganisation AIPAC in Washington. Israel habe darauf gewartet, dass diplomatische Bemühungen und die Sanktionen gegen den Iran Land Wirkung zeigten. "Niemand von uns kann es sich erlauben, viel länger zu warten", sagte Netanjahu vor rund 13.000 Zuhörern.

    Netanjahu: Israel darf "nicht im Schatten der Vernichtung leben"

    Bei seinem Gespräch mit Obama hatte dieser sein Eintreten für eine diplomatische Lösung bekräftigt. Zuvor hatte er das iranische Atomprogramm jedoch als "inakzeptabel" bezeichnet und ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten, was Teheran kategorisch zurückweist. In dem Streit liegen die internationalen Gespräche seit gut einem Jahr auf Eis. Die Europäische Union und die USA verstärkten seither ihre Sanktionen gegen Teheran drastisch.

    Israels Regierungschef bekräftigt harte Haltung zu Iran

    Vor allem Israel fühlt sich durch die Entwicklung im Iran bedroht. Netanjahu betonte bei dem Treffen mit Obama das Selbstverteidigungsrecht seines Landes. In seiner Rede vor der AIPAC versuchte er aber, die Unstimmigkeiten mit den USA herunterzuspielen. Obama habe deutlich gemacht, dass "alle Optionen" auf dem Tisch lägen. "Israel verfolgt genau dieselbe Politik", sagte Netanjahu. Eine "Einkapselung" seines Landes sei aber "keine Option". Am Dienstag will Netanjahu in Washington mit US-Außenministerin Hillary Clinton sowie den Vorsitzenden beider Kammern des Kongresses zusammenkommen.

    US-Präsidentschaftsbewerber Romney will harten Kurs gegen Iran

    Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney hat sich für einen harten Kurs gegen den Iran wegen dessen umstrittenen Atomprogramms ausgesprochen und US-Präsident Barack Obama Tatenlosigkeit vorgeworfen. "Während sich Obama im Weißen Haus ärgert, machen die Iraner rasche Fortschritte bei der Entwicklung der zerstörerischsten Waffen in der Weltgeschichte", schrieb Romney am Montag auf der Internetseite der US-Tageszeitung "Washington Post". Die USA dürften aber nicht zulassen, dass Teheran in den Besitz von Nuklearwaffen komme.

    Am Montag hatte sich Obama in Washington mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu getroffen und über den weiteren Umgang mit dem Iran beraten. "Als Präsident würde ich Amerika in eine andere Richtung führen", schrieb Romney. Der Multimillionär und frühere Gouverneur von Massachusetts gilt in den Vorwahlen der US-Republikaner als Favorit für die Kandidatur gegen Obama bei der Präsidentschaftswahl im November.

    Republikaner aber auch gegen sofortiges militärisches Vorgehen

    Seine Vorschläge für einen Umgang mit dem Iran, die er in seinem Onlinebeitrag weiter ausführte, unterschieden sich jedoch kaum von den jüngsten Äußerungen Obamas. Er plädiere für eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Teheran, während aber auch ein militärisches Vorgehen weiter eine Option sein solle, schrieb Romney.

    Diese Linie verfolgt in der Frage auch Obama. Beim Gespräch des Präsidenten mit Netanjahu am Montag bekräftigte er sein Eintreten für eine diplomatische Lösung. Zuvor hatte er das iranische Atomprogramm als "inakzeptabel" bezeichnet und ebenfalls ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten, was Teheran kategorisch zurückweist. Vor allem Israel fühlt sich durch die Entwicklung im Iran bedroht. Netanjahu betonte bei dem Treffen mit Obama das Selbstverteidigungsrecht seines Landes. AZ/afp

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